Weniger Straftaten: Kriminalstatistik Thema im Gemeinderat

Aus dem Gemeinderat: 

Kriminalstatistik zeigt positiven Trend

Die Kriminalstatistik 2018 für Weingarten sei sehr positiv ausgefallen, berichtete der Leiter des Polizeireviers Karlsruhe-Waldstadt, Klaus Heidemann, dem Gemeinderat in jüngster Sitzung. Demnach haben die Straftaten insgesamt deutlich abgenommen, in Weingarten um rund vier Prozent von 364 im Jahr 2017 auf 349 im Jahr 2018. Im landkreisweiten Vergleich liegt Weingarten deutlich unter dem landkreisweiten Durchschnitt. Die Aufklärungsquote habe mit 63,6 Prozent den höchsten Stand der letzten zehn Jahre, berichtete Heidemann. Im prozentualen Anteil von Deliktsbereichen in 2018 liegt „Diebstahl“ mit insgesamt 31,6 Prozent an der Spitze, gefolgt von „Betrug“ mit rund 27 Prozent. Die Anzahl der Körperverletzungen nehme landesweit zu, sagte er. Auch in Weingarten sei ein Anstieg von 21 Fällen in 2017 auf 46 Fälle in 2018 zu verzeichnen. 16 davon ereigneten sich im familiären Bereich, bei zwölf Fällen hätten sich Täter und Opfer gekannt und sechs hätten sich in Unterkünften von Asylbewerbern ereignet. „Schwerer Fahrraddiebstahl“ sei deutlich zurückgegangen. Dazu verwies Bürgermeister Eric Bänziger auf die abschließbaren Fahrradboxen am Bahnhof, für die die Gemeinde 30.000 Euro investiert habe und die gut angenommen würden.

Beförderungserschleichung und Sachbeschädigung seien ebenfalls zurückgegangen, wies die Statistik aus. 2018 habe es in Weingarten fünf Wohnungseinbrüche gegeben, in 2017 nur einen, berichtete Heidemann. Die Zahl „fünf“ sei abstrakt betrachtet nicht viel, sagte Heidemann, aber das Delikt „Wohnungseinbruch“ von seinen psychischen Auswirkungen auf den Geschädigten her gesehen, eines der schwersten. Von insgesamt 206 Tatverdächtigen in 2018 waren ein Drittel Nichtdeutsche, zwei Drittel Deutsche. Die Alterszahlen zeigen von 206 Tatverdächtigen neun Kinder, neun Jugendliche und 22 Heranwachsende. Deutlich zugenommen hätten Körperverletzungsdelikte im Zusammenhang mit Alkohol. An kleineren Fällen wurde die Polizei 29 mal wegen Ruhestörungen und 31 mal wegen Streitigkeiten gerufen und hatte 360 Verkehrsordnungswidrigkeiten zu ahnenden. Die Verkehrsstatistik verzeichnete einen leichten Anstieg von Unfällen insgesamt. Die größte Steigerung um rund 17 Prozent war im Bereich der Kleinstunfälle zu verzeichnen, die Sachschadensunfälle haben dagegen um 19,5 Prozent abgenommen, die Unfälle mit Schwerstverletzten waren 22 Prozent weniger, die mit Leichtverletzten dagegen knapp 48 Prozent mehr als in 2017. Keine Hinweise ergäben sich auf einen Umschlagplatz für Drogen.

Bericht: TBR, Marianne Lother