Wengerde – Neue Ausstellung im Rathaus

Das berichtet die Gemeinde Weingarten:
Die Sichtweise einer Rheinländerin durch die Kamera

Fotoausstellung von Maria Buchholz im Rathaus

Die Hobbyfotografin Maria Buchholz hat mit ihrer Kamera nicht nur die weite Welt entdeckt. Sie hat auch „Wengerde“ im wahrsten Sinne des Wortes „entdeckt“: als reizvollen Wohnort mit „niedlichen“ Fachwerkhäusern und Weinbergen drum herum. Derlei fotografische Motive haben die gebürtige Rheinländerin aus dem Siebengebirge, die aus beruflichen Gründen ins Badische kam, nach „Wengerde“ gelockt und so blieb sie.  Es sei ihr Wunschtraum gewesen, in diesem schönen Rathaus ausstellen zu dürfen, erzählt sie am Abend ihrer Vernissage. Das Gitarrenduo „Robert & Christoph“ hat die Veranstaltung bereichert, eine Laudatorin hat in das Thema eingeführt.  Bürgermeister Eric Bänziger begrüßte sie herzlich und berichtete, es sei die zehnte Ausstellung hier, aber noch nie seien bereits vor der Vernissage so viele Bilder verkauft gewesen. Seine Mitarbeiter seien begeistert  von den kunstvollen Fotografien und die eine um die andere sei bereits in den Büros untergekommen. Sie werde die Flure immer wieder auffüllen, versprach die Ausstellerin.

Hier gibt es ein paar Einblicke:

Man kann tatsächlich begeistert sein. Maria Buchholz versteht es, zu entdecken. Sie hat ein Auge für Formen und Perspektiven. Ein Weinberghüttchen auf dem Katzenberg besteht aus senkrechten Brettern. Die Senkrechte dominiert das Bild und setzt sich in den schnurgerade auf das Hüttchen zulaufenden Rebzeilen fort. Der Grand Canyon in den USA wird in seiner Mächtigkeit dargestellt, indem die Tiefe des stufig ausgewaschenen Gebirges wie ein Trichter von den Bildrändern zur Mitte durch einen weiten Winkel eingefangen wird. Eine besonders bemerkenswerte Aufnahme stammt aus dem Antelope Canyon und zeigt eindrucksvoll die Wirkung der Erosion, die metamorphe Gebilde schafft. In Japan entstand ein Foto eines Bauern im Reisfeld. Perfekt in der Mitte des Bildes platziert, bückt sich der Mann im rechten Winkel und stellt einen Gegensatz dar zu den senkrecht stehenden Pflanzen, die in ihrer Menge eine Waagrechte bilden. Zurück in Weingarten entführt sie den Besucher zur Siedlung Sohl. Entstanden ist ein Landschaftsbild, das Hügel zeigt und durch ein Spiel mit Formen und Farben fast als surrealer Selbstzweck wirkt, wären da nicht die drei Pappeln, die in Wahrheit – wie abgebildet – zwei Mal als Gruppe dort am Wegrand stehen. Es ist für den Betrachter mehr als lohnend, die Bilder zu betrachten. Obwohl es Fotografien sind, geht es der Künstlerin und promovierten Chemikerin nicht um „fotografische Genauigkeit“. Sie will die Fakten künstlerisch überhöhen. Durch Licht und Farbe, durch die Wahl der Perspektive, auch durch den Einsatz von Weitwinkel und Makroobjektiv. Der Besucher ist aufgefordert, zu schauen und zu entdecken.

Die Ausstellung hängt noch bis zum 26. April und ist während der Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen: Montag bis Donnerstag von 7.30 Uhr bis 18 Uhr, Freitag von 7.30 Uhr bis 12 Uhr.

Text: Gemeinde Weingarten
Bilder: MeinOrt Weingarten

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