Weinlese in vollem Gange – perfekte Wetterbedingungen für Ernte

Optimistischer Start in die Hauptweinlese:

Nachdem die Lese für den Federweißen und für Sektgrundweine bereits in vollem Gange ist, beginnt nach Angaben des Deutschen Weininstituts (DWI) in diesen Tagen in vielen Weinregionen die Traubenlese für die Weinbereitung. Das berichtete das Deutsche Weininstitut vergangene Woche. Hier ein Auszug aus der Pressemitteilung:

Den Auftakt machen alljährlich Sorten wie Frühburgunder, Sauvignon Blanc oder Müller-Thurgau. Spätreifende Rebsorten wie der Riesling werden voraussichtlich je nach Anbaugebiet erst Mitte bis Ende September lesereif.

Witterung kommt Winzern entgegen
Zum Hauptlesestart kommt den Winzern die aktuelle und prognostizierte Witterung mit warmen Herbsttagen und kühlen Nächten sehr entgegen, da diese die Aromaausbildung in den Trauben fördert. Die rasante Reifeentwicklung der letzten Wochen hat sich dadurch ebenfalls etwas verlangsamt und schreitet nun in einem moderateren Tempo fort, was die Weinlese etwas entspannter ablaufen lässt.
Sehr positiv stimmt die Erzeuger zudem der gute Gesundheitszustand der Trauben. Gepaart mit der vollen Traubenreife lässt der 2020er Jahrgang auf fruchtbetonte Weißweine und farbintensive Rotweine hoffen.

So läuft die Weinlese in Weingarten
Für die Winzer in Weingarten und Umgebung hat die Weinlese ebenfalls längst begonnen. Regent, Dunkelfeld und Auxerrois sind bereits bei der Weinmanufaktur eingetroffen. Das berichtete Kellermeister Volker Hartmann am Wochenende. Auch die Vorlese für den Crémant ist bereits angelaufen. Dieser wird von Hand geerntet und zum Beispiel aus Weißburgunder oder Riesling-Trauben gewonnen. Hierzu findet in der Zubereitung eine Ganztraubenpressung statt mit max. 66 % Ausbeute. Bei der Versektung ist ein Hefelager von mindestens neun Monaten nötig.

Noch zu ernten sind Spätburgunder, Weißburgunder, Müller-Thurgau, Grauburgunder, Chardonnay, Scheurebe, verschiedene Cabernet-Sorten und Riesling.

“Das andauernde trockene Wetter kommt den Winzern  entgegen. So bleiben die Trauben gesund und die Qualität steigt.” – Kellermeister Volker Hartmann, Weinmanufaktur Weingarten 

“Wir rechnen mit einem guten Ertrag um die 100 bis 120 Kilogramm Trauben pro ar”, prognostiziert Kellermeister Volker Hartmann. Für ihn beginnt gerade die arbeitsreichste Zeit des Jahres.

Bei der Annahme der Trauben an der Weinmanufaktur ist er für die Kontrolle der Traubenqualität zuständig. Außerdem erstellt er den sogenannten Leseplan – gibt also den anliefernden Winzern vor, wann welche Sorten geerntet werden. Der Kellermeister beurteilt die Trauben nach Qualität und Zustand und unterteilt die angelieferten Trauben nach Qualitätsmerkmalen. Einen Großteil seiner Zeit verbringt der Kellermeister aber momentan im Weinkeller – und trägt Verantwortung dafür, dass der Jahrgang 2020 mindestens genauso gut wird wie seine Vorgänger.

Wir freuen uns übrigens schon auf Neuen Wein & Zwiebelkuchen 🙂
Wie sieht’s bei Euch aus?

Quellenangabe: Deutsches Weininstitut / Interview mit Kellermeister Volker Hartmann, Weinmanufaktur Weingarten

Fotostrecke: Elina Holzmüller, Weingartner Winzerin