Volksbank-Fusion – Was bedeutet das für Bankkunden?

Bericht aus der Turmbergrundschau:
Volksbank StutenseeWeingarten und Volksbank Bruchsal-Bretten stehen vor der Fusion
Kräfte nutzen und dort bündeln, wo es sinnvoll ist. Das
ist die Intention der Volksbank Bruchsal-Bretten und
der Volksbank Stutensee-Weingarten. Die beiden Genossenschaften wollen sich verbinden, um gemeinsam
die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Das
haben die Vorstände und Aufsichtsräte der beiden Banken im März beschlossen.

Die Vorbereitungen laufen
Auf Vorstandsebene wurden schon seit Monaten Sondierungsgespräche geführt. „Derzeit werden die Verträge ausgehandelt, dann müssen sie von den jeweiligen Vertreterversammlungen beschlossen werden“, berichtet Andreas Hahn, Vorstand der Volksbank Stutensee-Weingarten. Ob die Termine der beiden Versammlungen, die im Juni stattfinden sollen, gehalten werden können, sei derzeit allerdings noch nicht absehbar. Aber der Wille zu Fusion sei da. Nach vollzogenem Beschluss trete der Zusammenschluss mit Wirkung zum 1. Januar 2021 in Kraft, die technische Fusion werde bis Mitte 2021 vollzogen. Die Inhalte seien vorbereitet, es sei ein entspannter Zeitplan, sagt Hahn.

Der Zusammenschluss kommt nicht ganz überraschend.
Bereits seit einigen Jahren arbeiten die beiden Nachbargenossenschaften in einzelnen Strategieprojekten zusammen. „Unser urgenossenschaftlicher Gedanke und
unser genossenschaftliches Wertesystem verbinden
unsere Häuser“, erklärt Andreas Hahn. Ihr gemeinsames
Ziel sei es, Kunden zu Mitgliedern zu machen und einen
wertvollen Beitrag zu deren Lebenszufriedenheit zu leisten, betonen die Vorstände.

Schließung der Filiale Staffort
Beide Genossenschaften sind derzeit an insgesamt 38
Standorten präsent. Die beiden Geschäftsgebiete grenzen
direkt aneinander. Ist die Volksbank Stutensee-Weingarten mehr in der Ebene angesiedelt, dehnt sich das Geschäftsgebiet der Bruchsal-Brettener Bank in den Kraichgau aus. Das Filialkonzept Service-Interaktiv-System (SISy) soll noch ausgeweitet werden. Über dieses System können Kunden mit Volksbankmitarbeitern über ein Videoterminal in Kontakt treten. Die Aussage, dass keine Filiale geschlossen werden soll, stimmt mittlerweile nicht
mehr. Vorstand und Aufsichtsrat haben die Schließung
der Filiale Staffort mit Wirkung zum 6. April beschlossen.

Was ändert sich für die Kunden?
Höchstwahrscheinlich die IBAN, sagt Andreas Hahn.
Zumindest bei den Kontonummern, die doppelt belegt
sind, denn jede IBAN darf nur ein einziges Mal vergeben werden. Während der Übergangsphase werden die Kunden beider Genossenschaftsbanken in einem Begleitprozess informiert und auf derartige Änderungen vorbereitet. Nach dem Vollzug der Fusion wird der Name der übernehmenden Bank beibehalten. Das neue
gemeinsame Geldinstitut wird den Namen „Volksbank Bruchsal-Bretten“ weiterführen, aber die Volksbank Stutensee-Weingarten wird in ihrem angestammten Geschäftsbereich als Zweigniederlassung firmieren und ihre bisherige Bezeichnung beibehalten.

Bericht: Turmbergrundschau
Bild: Symbolbild, Pixabay