Verkehrsflächenplanung steht – Gemeinderat zu Jöhlinger Straße

Verkehrsflächenplanung für den 2. Bauabschnitt Jöhlinger Straße beschlossen

Das berichtet die Gemeinde Weingarten nach der vergangenen Gemeinderatssitzung:
„Wir haben in einem harten Ringen um eine vernünftige Lösung für alle einen guten Kompromiss gefunden“, zeigte sich Bürgermeister Eric Bänziger nach der Beschlussfassung über die Verkehrsflächenplanung der Jöhlinger Straße zufrieden. Planerin Elke Gericke hatte in der auf die Informationsveranstaltung vom Abend vorher folgende Gemeinderatssitzung die wesentlichen Eckdaten der Gestaltung zwischen Mühlstraße und Katzenbergweg zusammengefasst: Eine Straßeneinengung auf fünf Meter zwischen der Mühlstraße und der Schafstraße, neue Parkflächen, eine durchgängige Gehwegbreite von 1,50 Meter auf der Südseite und eine Aufweitung der Ecke an der Einmündung Katzenbergweg, um ein leichteres Ein- und Ausfahren zu ermöglichen – auch für den Bus – und  die Sichtverhältnisse zu verbessern.  Die Engstelle sei machbar, lediglich bei der Begegnung von zwei Lkw müsse einer warten. Aber da der Schwerlastverkehr ohnehin auf Anlieger beschränkt sei, werde das nicht häufig vorkommen. Im Übrigen sehe die Planung eine Fahrbahnbreite zwischen 5,90 und 6,00 Meter vor. Zwischen Blumenstraße und Schafstraße werde ein Parkplatz geschaffen. Vorgesehen sei hier eine Signalanlage als Bedarfsampel, deren Kosten aber die Gemeinde selbst tragen müsse. Das habe aber den Vorteil gegenüber einer Fußgängerquerung, dass die Unterbrechung des Verkehrsflusses klar geregelt sei. Das Landratsamt habe schon zugestimmt.

Mit dieser Engstelle, die nur fünf Meter breit sein sollte, taten sich die Ratsmitglieder schwer. Gerhard Fritscher (CDU) fand sie „absolut zu schmal“. Sein Fraktionskollege Fritz Küntzle  bemerkte, wenn das nicht geändert werde, könne er der Verkehrsflächenplanung nicht zustimmen. Auch  Wolfgang Wehowsky (SPD) sah diese Stelle als zu schmal an. Dennoch sah er in dem Gesamtentwurf „eine Punktlandung“. Die Gespräche zwischen Gemeinderäten und der Interessengemeinschaft haben zu guten Ergebnissen geführt.  Timo Martin (WBB) wollte „nicht um Zentimeter feilschen“, für ihn war „ein barrierefreier Gehweg nicht verhandelbar“. Karlernst Hamsen legte den Schwerpunkt auf die fahrbahnbegleitenden Poller, die er „durchgängig“ wünschte. Klaus Holzmüller (FDP) schlug vor, die an dieser Engstelle vorgesehene Gehwegbreite von zwei Meter auf 1,50 Meter zu reduzieren.Daraufhin schlug Bänziger vor, die Abstimmung in drei Schritten zu vollziehen. Erstens: die Gehwegbreite. 1,50 Meter auf der Süd- und ein Meter auf der Nordseite seien gesetzt. Das fand einstimmige Zustimmung. Zweitens: Die Fahrbahnbreite. Mit zwölf zu sieben Stimmen befürwortete das Gremium, eine Breite zwischen 5,90 und sechs Meter festzulegen. Die Engstelle solle 5,25 bis 5,30 Meter betragen und dafür der Gehweg auf die Mindestbreite reduziert werden. Das befürworteten 13 Stimmen bei drei Gegenstimmen und drei Enthaltungen. Bänziger dankte den Ratsmitgliedern für die konstruktive Diskussion, deren Ergebnis eine Verbesserung für alle Interessen gebracht habe.

Jetzt könne die Ausschreibung beauftragt werden. Über alle weiteren Einzelheiten wie Pfosten, Fußgängersignalanlagen, Parkscheune und stationäre Geschwindigkeitsmessanlagen werde im Januar/Februar nächsten Jahres gesprochen.

Bericht: Gemeinde Weingarten
Bild: Archiv