Vereinsforum 2020 – Nachbericht

Bericht aus dem Rathaus: Zwischen Hoffnung, Zuversicht und Zweifel bewegte sich das Treffen der Vereine mit der Gemeindeverwaltung, um den Terminkalender der Gemeinde für das Jahr 2021 abzustimmen.

„So weit wie möglich Normalität leben“
„Wir überlegen jetzt: Was können wir planen? Was wir tatsächlich durchführen können, steht auf einem ganz anderen Blatt“, eröffnete Bürgermeister Eric Bänziger den Abend. Zur aktuellen Corona-Situation sagte er, die Landesregierung habe die zweite Pandemiestufe ausgerufen. Das bedeute, dass noch konsequenter als bisher auf die Einhaltung der bisherigen Regelungen geachtet werde. „Wir versuchen dennoch, so weit wie möglich Normalität zu leben“, gab er aus. So solle der bevorstehende Volkstrauertag mit Abstandsregelung stattfinden, aber nicht ganz ausfallen. Oder es sollten alternative Lösungen gesucht werden, wie beispielsweise der Musikverein mit dem virtuellen Weinwandertag. Vereinssprecher Karlernst Hamsen ergänzte, die Pandemie habe große Auswirkungen auf das Vereinsleben. Seit März 2020 seien nahezu alle Veranstaltungen abgesagt, verschoben oder zumindest abgewandelt worden. Den Vereinen fehlen Einkünfte und Gemeinschaft zu pflegen sei schwierig. Auch für 2021 gebe es keine positiven Prognosen. Vereinssprecher Karlernst Hamsen ermutigte die Vereine zum Austausch über die schwierige Lage, die für alle belastend sei. Gemeinsam könnten Lösungen gefunden werden.

Wein- und Straßenfest auf 2022 verschoben
Unter diesen Voraussetzungen hätten die Vereinsvertreter diskutiert und einstimmig beschlossen, das Wein- und Straßenfest 2021 abzusagen und auf 2022 zu verschieben. Die Entscheidung sei „nicht leicht gefallen“, hieß es in einer Mitteilung der Gemeinde, aber „ein Wein- und Straßenfest, wie wir es kennen und schätzen, sei unmöglich“. Dennoch solle der vorgesehene Termin vom 16. bis 18. Juli 2021 noch im Kalender stehenbleiben, um die Möglichkeit zu erhalten, je nach Lage der Dinge vereinsübergreifend spontan ein kleines Fest zu organisieren. Die Weinhoheiten, die seit Ausbruch der Pandemie kaum Auftritte hatten, werden ihre Amtszeit bis 2022 verlängern. Dann folgte die übliche Eintragung der Planungen in den Kalender.

Auszüge aus dem Kalender
Der Neujahrsempfang der Gemeinde werde Anfang Januar nur virtuell abgehalten, erklärte Bänziger, da das Publikum überwiegend zur Risikogruppe gehöre. Zum Eintrag in den Kalender wurden unter anderem angemeldet: Die Après-Ski-Party des Ski-Clubs, Kindertheater der Theaterkiste, das Konzert des Gesangvereins Frohsinn, Frühjahrskonzert und Weinwandertag des Musikvereins, Gewerbemeile, Verkaufsoffener Sonntag und Maibaumstellen des Gewerbevereins, der Träublelauf und das Schauturnen des TSV, Reitturniere des Reitervereins, der Tag der Rettungskräfte, die Wehrhauptübung und der Weihnachtsmarkt auf dem Kirchplatz und etliche weitere.

Bestätigung der Vereinssprecher
Der Vereinssprecher Karlernst Hamsen und sein Stellvertreter Gerhard Lampert wurden einstimmig wiedergewählt. Die Gemeindeverwaltung gratuliert herzlich und bedankt sich bei dem Duo für das ausgezeichnete Engagement.

Die Zuständigkeit für Vereine liegt seit diesem Jahr im Fachbereich 1 unter Leitung von Claudia Geißler-Spohrer. Die Vereine erhalten noch eine schriftliche Aufstellung von Namen, Zuständigkeiten und Telefonnummern der jeweiligen Ansprechpartner.

Quelle: Gemeinde Weingarten 
Bild: Symbolbild, Pixabay