Überschwemmungen: Exkurs in die Historie von Weingarten

Auch, wenn es heute regnet, wie ein Wasserfall: Eine Katastrophe muss man nicht befürchten. Früher jedoch kam es auch gelegentlich beim Walzbach zu Überschwemmungen.

Das Heimatbuch Weingarten (Baden) von Pfarrer Albert Nikolaus, herausgegeben vom Bürger- und Heimatverein Weingarten im Jahr 2000, widmet dem Thema Überschwemmungen sogar ein eigenes Kapitel. Dort erfährt man, dass die älteste Aufzeichnung eines Hochwassers von 1730 stammt. 1746 soll es ein Hochwasser gegeben haben, bei dem der Walzbach einen Stand von 1,45 Metern erreichte. Eine Brücke aus Stein habe damals die Wassermassen aufgehalten und durch den Rückstau drei Häuser zum Einsturz gebracht, heißt es im Heimatbuch weiter. Drei Personen seien bei diesem Hochwasser gestorben.

1789 soll es ein so großes Unwetter gegeben haben, dass drei Personen, die gerade auf dem Mauertalweg unterwegs waren, von den Wassermassen weggetragen wurden. Tote gab es glücklicherweise keine.

Im Laufe des 20. Jahrhundert trafen Weingarten schwere Gewitter mit Hochwasser und Überschwemmungen in den Jahren 1929, 1931 und 1934, heißt es im Heimatbuch.

In jüngste Vergangenheit kam es zu keinen vergleichbaren Ereignissen. Unter anderem das Rückhaltebecken sorgt dafür, dass bei hohem Wasserstand eine Überschwemmung im Ort verhindert werden kann.