Tag der Offenen Tür im Bauhof

Das berichtet die Gemeinde in der TBR: 
Der Wertstoffhof ist ein Vorzeigeprojekt Es hat einige Zeit gedauert, aber nun ist ein Vorzeigeprojekt in Sachen Ökologie und Umweltbewusstsein fertiggestellt. Schritt für Schritt wurde das Weingartner Bauhofgelände mit dem darin integrierten Wertstoffhof umgeplant, saniert, asphaltiert und neu geordnet. Das letzte fertiggestellte Projekt ist der Neubau des Betriebsgebäudes, das am Samstag offiziell eröffnet und mit einem „Tag der Offenen Tür“ auch der Bevölkerung präsentiert wurde. Noch im Bau befindet sich eine aus Kanthölzern errichtete Offenhalle mit Überdachung zur Lagerung von Stoffen, die keine Feuchtigkeit vertragen und zur Unterstellung verschiedener Fahrzeuge. Symbolische Schlüsselübergabe Bürgermeister Eric Bänziger berichtete den zahlreichen Zuhörern, darunter auch etlichen Gemeinderäten, einige Eckdaten zur Baugeschichte und des Gebäudes selbst, bevor er dem Leiter Dirk Pfirrmann und dessen Stellvertreter Kay Ostwald, dem Leiter Grünpflegemanagement, den symbolischen Schlüssel überreichte. Pfirrmann dankte dem Bürgermeister und dem Gemeinderat für das gezeigte Vertrauen und die Unterstützung und Förderung des Bauhofes durch die bereitgestellten Gelder für das Gebäude. Er versicherte, auch im Namen seiner Mitarbeiter, der Bauhof werde weiterhin zuverlässig arbeiten und saubere Arbeit zum Wohl der Bürger abliefern. Von 2015 bis 2017 war die Planungszeit durch die Architekten Sattler aus Linkenheim-Hochstetten und Fitterer aus Rheinstetten. Die Statik berechnete Bernd Hauck aus Weingarten, die Planung Heizung, Lüftung, Sanitär lag bei Marc Förderer aus Weingarten, das Bodengutachten erstellte das Ingenieurbüro Reis aus Weingarten. Helle und moderne Arbeitsplätze Herzstück der Architektur ist ein quadratischer verglaster Innenhof, der als Beleuchtung der umlaufenden Flure fungiert und im Nebeneffekt als Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter. „Ein neuer Schulungs- und Aufenthaltsraum, moderne Sanitäranlagen sowie neu gestaltete Büroräume für die Bauhofleitung, die Wasserversorgung und den Forst sind eine Investition in die Zukunft der technischen Betriebe der Gemeinde“, sagte Bänziger. Diese räumliche Zusammenfassung der technischen Dienste unterstütze eine zeitgemäße und effiziente Arbeitsweise. Von der Baustelle zur Straßenreinigung, vom Friedhof zum Spielplatz Dann gab er den Gästen einen kleinen Einblick in das Spektrum eines Bauhofs: Pflege von Grünanlagen, Friedhof und Spielplätzen, Straßenreinigung und Winterdienst sowie Planung und Ausführung von Baustellen gehören zum Kerngeschäft und sind nur ein kleiner Teil des gewaltigen Arbeitspensums. Die Grünflächen betragen insgesamt 210.375 qm, darunter beispielsweise 2.440 qm Blumenwiesen, 203 qm Rebflächen und 1-543 qm Hecken. Im Ort stehen 1.836 Bäume, die regelmäßig begutachtet und teilweise gepflegt werden müssen. Eine eigene Werkstatt-Schlosserei fertigt, repariert und wartet einen Großteil seiner Maschinen und Gerätschaften in Eigenregie.Schweißarbeiten, Richten von Pfosten und Unfallschadenbehebung werden zu 100 Prozent in Eigenregie ausgeführt. Die eigene Schreinerei fertigt, repariert und unterhält alle in Weingarten anfallenden Holzarbeiten in Eigenregie. Darüber hinaus arbeite der Bauhof im Auftrag des Ordnungsamtes und schaffe alle Voraussetzungen für ein geordnetes und abwechslungsreiches Gemeindeleben, das auch durch zahlreiche Vereine gestaltet wird. Damals und heute Im Aufenthaltsraum hatte Pfirrmann einige Fotos aus seiner ersten Zeit in Weingarten aufgehängt. Sie zeigen den damaligen Zustand des Wertstoffhofes. Die Entwicklung hin zu einem geordneten und aufgeräumten Lagerplatz mit erheblicher Wertverbesserung ist für alle Beteiligten deutlich erkennbar. Der Tag der Offenen Tür wurde sehr gut besucht. Nicht nur die gesamte Mannschaft war vertreten, um Auskünfte aller Art zu erteilen. Der Fuhrpark konnte besichtigt und erkundet werden. Bereitwillig erhielten die Bürger Auskunft über den Einsatz der „multicar“ mit ihren Zusatzgeräten, die alles abdecken, was an Einsätzen notwendig ist. Die beiden Mitarbeiter des Wertstoffhofs erläuterten die Anlieferung. Jeder Container – ob Papier, Metall, Bauschutt und anderes – ist separat anfahrbar, straßenähnliche Zufahrten auf zwei Spuren sorgen für einen reibungslosen Ablauf ohne gegenseitige Behinderungen. Unterhaltsam und gar nicht einfach war ein Quiz über das Recycling-Wissen der Erwachsenen und den Kindern Spaß gemacht hat ein Müll-Zuordnungsspiel. Unter Anleitung einen kleinen Bagger selbst zu steuern war das Highlight für die Jugendlichen.

Bild und Text: Gemeinde, TBR