Sanierung geplant: Radweg zwischen Baggersee und Untergrombach

Aus dem  Ausschuss für Umwelt und Technik der Gemeinde Weingarten: 

Sanierung des Radweges Weingarten – Untergrombach
Der hinter dem Baggersee verlaufende Radweg zwischen Weingarten und Untergrombach (nicht der parallel zur B 3) soll in Abstimmung mit der Stadt Bruchsal saniert und asphaltiert werden. Patrick Nagel, stellvertretender Hauptamtsleiter berichtete dem Ausschuss, das Landratsamt Karlsruhe habe die Gemeinde mit einem Schreiben hierzu aufgefordert. Der als „Forstweg“ bezeichnete Weg sei Bestandteil des RadNETZ-BW. Da dieser Weg nicht nur von Freizeitradlern benutzt werde, dürfe das Potenzial nicht unterschätzt werden.

Viele Radfahrer zwischen Karlsruhe und Bruchsal unterwegs
Die Potenzialanalyse des Landes „Radschnellverbindungen“ sehe auf der Verbindung Karlsruhe Nord über Weingarten bis Bruchsal eine Frequentierung von bis zu 2.300 Radfahrern pro Tag.

Den Wert außerhalb Karlsruhes zwischen Weingarten und Untergrombach schätzt Nagel realistischer Weise noch auf 600 Radfahrer, von denen ein Drittel den straßenbegleitenden Radweg bei der B 3 wähle. Das bedeute, dass zukünftig mit rund 400 Radfahrern am Tag zu rechnen sei.

Förderung möglich? Gesamtbudget Straßenerhalt nur 100.000 Euro
Für den Ausbau des betreffenden Radweges könnten Fördermittel nach dem LGVFG abgerufen werden, woraus ein Eigenanteil von ungefähr 35.000 Euro bei der Gemeinde Weingarten verbleibe. Bürgermeister Eric Bänziger wies darauf hin, dass das Gesamtbudget für Straßenerhalt im Haushalt für 2019 nur 100.000 Euro betrage. Bei einer entsprechenden Förderzusage über 2019 hinaus könne man die Ansätze in 2020 natürlich korrigieren. Da das Schreiben vom Landratsamt erst Mitte Dezember einging, konnte man für den Haushalt in 2019 nicht mehr rechtzeitig Mittel bereitstellen, so Nagel weiter.

Fritz Küntzle (CDU) meinte, seine Fraktion unterstütze das Vorhaben, diesen „Lückenschluss“ zu bauen, aber „wenn, dann richtig“. Friederike Schmid (SPD), die diesen Weg zur Arbeit täglich nutzt, zweifelte die starke Frequentierung an. Außerdem seien die Ost-West verbindenden Radwege in viel schlimmerem Zustand. Dem stimmte auch Philipp Reichert (WBB) zu. Timo Martin (WBB) empfahl, den Radweg dann aber auch wirklich gut auszubauen. Er stimme aber auch Herrn Nagel zu, dass das Empfinden der Streckenqualität immer vom Radfahrer selbst abhänge. Jürgen Holderer (Grüne), sagte, er unterstreiche das bisher Gesagte, aber auch andere Radwege sollten Beachtung finden. Das Gremium beschloss einstimmig, das Förderangebot des Landes in Anspruch zu nehmen und den Radweg in Abstimmung mit der Stadt Bruchsal auszubauen.

Text: Gemeinde Weingarten
Bild: Symbolbild, Pixabay