Probleme mit Wasserleitung: Mehrkosten in der Burgstraße

Bericht der Gemeinde aus dem Gemeinderat: 

Probleme mit der Bestands-Wasserleitung in der Burgstraße
Der Austausch der vorhandenen Wasserversorgung aus dem Jahr 1993 in der Burgstraße wird die Gemeinde voraussichtlich einen Betrag von rund 111.000 Euro netto kosten. Ortsbaumeister Oliver Leucht berichtete dem Gemeinderat, bis letzte Woche sei der Baufortschritt im Zeitplan gelegen, dann wurde ein gravierender Mangel aus der Vergangenheit festgestellt. Die im Jahr 1993 verlegte PE-Kunststoffleitung sei nicht fachgerecht eingebaut worden. Vermutlich aus Zeit- oder Kostengründen sei die alte Gussleitung mit den Armaturen einfach belassen und die neue Leitung ohne Abstand und ausreichend Sandbettung unmittelbar darauf gelegt worden. Durch diesen ständigen Kontakt mit dem verbliebenen Schiebergestänge hätte die Kunststoffleitung Druck- und Abriebstellen erlitten und sei an zahlreichen Stellen beschädigt worden. Die hohen Kosten erklären sich damit, dass die gesamte alte Leitung auf 210 Meter Länge freigelegt und ersetzt werden müsse, was rund 600 Tonnen Erdbewegung bedeute. Werde sie nicht ersetzt – die Leitung werde mit einem Wasserdruck von vier Bar durchströmt –, so sei in der frisch erneuerten Straße mit Wasserrohrbrüchen zu rechnen. Für einen schnellen Baufortschritt sei jetzt eine Entscheidung des Gemeinderates erforderlich. Die Frage von Karlernst Hamsen (Grüne), die damalige Baufirma in Regress zu nehmen, wurde negativ beschieden. Der Gemeinderat stimmte dem notwendigen Austausch der Leitung einstimmig zu.

Bericht: Gemeinde Weingarten
Bild: Symbolbild, Archiv MeinOrt