Parkplatzsituation innerorts – Informationen aus dem Rathaus

Die Parkplatzsituation im Ortskern – am Kirchplatz, sowie in der Bahnhofstraße vorm Supermarkt “Nahkauf” war unter anderem Thema im Ausschuss für Umwelt und Technik. Hier der Bericht aus dem Rathaus:

Keine weiteren Parkplätze auf dem Kirchplatz

Erschwerend komme hinzu, dass bedingt durch die Corona-Pandemie derzeit viele Einwohner nicht zur Arbeit gehen, sondern im Homeoffice arbeiten und demzufolge der Fahrzeugumschlag gering sei und mehr Fahrzeuge als sonst tagsüber üblich im öffentlichen Raum stünden. Die Diskussion bei der Neugestaltung des Kirchplatzes, der 2019 fertiggestellt wurde, hatte sich im Ergebnis damals gegen Anwohnerparkausweise entschieden. Als Lösungsvorschlag möchte die Straßenverkehrsbehörde vorübergehend zusätzliche Stellplätze auf dem Kirchplatz ausweisen und die Höchstparkdauer in der Kirchstraße von bislang zwei auf vier Stunden ausdehnen. Nagel schlug nun vor, drei Stellplätze im Bereich der Bachbühne und zusätzlich fünf bis sieben weitere an der Ostseite des Platzes zu schaffen. Er wies darauf hin, dass verkehrsrechtliche Entscheidungen im Ermessen der Verwaltung stünden und kein Beschluss durch das Gremium möglich sei. Dennoch wolle er vor einer entsprechenden verkehrsrechtlichen Anordnung die Entscheidung zur Diskussion stellen. Bürgermeister Eric Bänziger betonte, die Regelung gelte längstens  bis zum Ende der Bauzeit der Jöhlinger Straße. Der Kirchplatz war erst im vergangenen Jahr mit Granitpflaster gänzlich neu gestaltet worden und die Bachbühne mit offenem Zugang zum Walzbach sollte ihm ein besonderes Flair verleihen. Die Verlängerung der Parkzeit nur auf dem Kirchplatz wurde von den Ausschussmitgliedern unkritisch gesehen, in der Kirchstraße dagegen soll die Parkzeit nicht beschränkt werden. Zusätzliche Stellplätze lehnte das Gremium einmütig ab. „Das geht gar nicht“ entfuhr es Hans-Martin Flinspach (WBB). Der Gemeinderat habe sich trotz finanzieller Bedenken damals für eine hochwertige Gestaltung ausgesprochen, die jetzt keinesfalls zugeparkt werden dürfe. Er habe große Befürchtungen, dass diese Erlaubnis, einmal ausgesprochen, nie wieder zurückgenommen werden könne. Andrea Friebel (CDU) wollte ebenfalls keine zusätzlichen Parkplätze dort. Karlernst Hamsen (Grüne Liste) schlug vor, bei der evangelischen Kirchengemeinde anzufragen, ob sie nicht noch einmal für die verbleibende Bauzeit den Hof des evangelischen Gemeindehauses zur Verfügung stellen könne, wie es bereits in der zurückliegenden Bauzeit geschehen sei und sich gut bewährt habe. Diesen Vorschlag befürwortete auch Friederike Schmid (SPD). Klaus Holzmüller (FDP) sprach sich ebenfalls gegen weitere Parkplätze auf dem Kirchplatz aus, schlug aber als Alternative den derzeit abgeräumten Spielplatz in der Keltergasse vor, der zwei Fahrzeuge aufnehmen könne.

Weitere Parkplätze beim nahkauf

fand Friederike Schmid nicht praktikabel. Außerdem wolle sie „ein Signal setzen für Fahrräder anstatt für Autos“ und befürwortete darum Variante zwei. Klaus Holzmüller (FDP) fragte nach den Kosten. Leucht antwortete, die Kosten seien nicht gravierend, da die Parkplätze nicht gebaut, sondern nur mittels Markierung eingezeichnet würden. Gerhard Fritscher (CDU) monierte, in der Ortsmitte gebe es für den Bedarf des innerörtlichen Gewerbes generell zu wenige Parkplätze. Er trage aber den Vorschlag Hamsens mit. Bürgermeister Eric Bänziger deutete hierzu eine Lösung an. Die Gemeinde habe das Grundstück Paulusstraße 6 erworben und versuche, in Verbindung mit dem Parkplatz des ehemaligen „Lidl“-Anwesen eine Lösung zu schaffen. Die Abstimmung entschied mit vier Gegenstimmen von SPD und WBB für die Variante eins mit drei Parkplätzen und weiteren Fahrradständern.

Bericht: Rathaus Weingarten
Foto: MeinOrt Archiv