Öffentliches WLAN: Drei Standorte geplant

Rathausplatz, Kirchplatz und Bahnhof sollen in Zukunft mit öffentlichem WLAN ausgestattet werden. Weitere Accesspoints könnten in Zukunft ergänzt werden. 

Bericht der Gemeinde Weingarten aus dem Gemeinderat:

Im Jahr 2018 hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen, ein öffentliches WLAN-Netz aufzubauen. Die Gemeinde hat nach ihrer Bewerbung am Förderprogramm WiFi4Eu dazu  einen Gutschein über Fördermittel in Höhe von 15.000 Euro erhalten und die entsprechende Finanzhilfevereinbarung unterzeichnet. Der Haken daran sei, berichtete die Fachbereichsleiterin Claudia Geißler-Spohrer, dass die Gemeinde für diesen Gutschein eine Mindestzahl von Einrichtungen, indoor sowie outdoor, installieren müsse und dieses hohe Folgekosten nach sich ziehe. Insgesamt sind mindestens zehn Accesspoints einzurichten, wobei die Unterhaltungskosten über den Gutschein nicht abgedeckt seien. Die Folgekosten lägen bei rd. 12.000,- €/p.a.

Die Verwaltung schlage nun vor, den Gutschein zurückzugeben und unabhängig von der EU-Förderung eine Anzahl an freien Zugängen im kommenden Jahr installieren zu lassen und die Anzahl an Hotspots selbst zu bestimmen. Die Installationskosten lägen dabei bei maximal rd. 1.400 Euro pro Stück, die Folgekosten bei 85,– € monatlich pro Accesspoint.

Die Verwaltung empfiehlt den Abschluss des Dienstleistungsvertrages mit der Firma Smight von der EnBW-Gruppe. Das Unternehmen sei zertifiziert und nutze die LTE-Technik mit Installation an den gemeindeeigenen Straßenlaternen. Das erspart der Gemeinde eine Genehmigung von Eigentümern zur Installation von Routern einzuholen, wie es beim Richtfunk anderer Anbieter erforderlich gewesen wäre, die unter Umständen Gebäude Dritter zur Installation genutzt hätten. Im Erfahrungsaustausch mit umliegenden Gemeinden habe die Verwaltung erfahren, dass die Vergleichskommunen mit der Ausführung ihrer Netze ebenfalls die Firma Smight beauftragt haben.

Die Ratsmitglieder stimmten diesem Vorschlag zu. Das Gremium einigte sich einstimmig auf den Rathausplatz, den Kirchplatz und den Bahnhof als mögliche Standorte. Der Bahnhof sei dabei am wichtigsten, befand Friederike Schmid (SPD). Bürgermeister Eric Bänziger wies daraufhin, dass man jederzeit die Anzahl vergrößern könne.