Notinseln – Zufluchtsorte für Kinder: 8. Klasse für Schulprojekt ausgezeichnet

Klasse 8a erhält den Margrit-Steinert-Preis
Auszeichnung für das Projekt „Notinsel-Schule“

Bericht aus der TBR: Im Schuljahr 2017/18 hatte die damalige Klasse 7a der Weingartner Turmbergschule zusammen mit der Stiftung „Hänsel & Gretel“ das Kinderschutzprojekt „Notinsel“ gestartet. „Notinseln“ seien Zufluchtsorte für Kinder, die unterwegs in alle möglichen Notsituationen geraten können, vor allem durch zweideutige Ansprachen durch Ältere, hatte der Geschäftsführer Jerome Braun den Jugendlichen damals erklärt. Daraufhin hatte sich die ganze Klasse für dieses Projekt begeistert. Die Schülerinnen und Schüler hatten in Weingartner Geschäften, Restaurants und öffentlichen Einrichtungen nachgefragt, ob der Ort als „Notinsel“ zur Verfügung stünde und den Bereitwilligen einen Aufkleber für die Eingangstür überreicht. Jetzt – aus organisatorischen Gründen ein Jahr später – wurde die jetzige Klasse 8a dafür mit dem Margrit-Steinert-Preis für herausragendes soziales Engagement ausgezeichnet. Schulleiterin Karin Sebold lobte die Klasse ausdrücklich für ihren großen Einsatz, verbunden mit viel Zeit und persönlichem Engagement.

„Die Turmbergschule ist jetzt die erste Notinselschule der Region“ sagte sie, darauf seien sie alle stolz. Der Preis betrage 500 Euro und stehe der Klasse zur freien Verfügung, die sinnvolle Verwendung
liege in den Händen der Klassenlehrerin Bettina Appelt. „Wir werden aller Voraussicht nach eine Klassenfahrt machen und mit dem Geld diejenigen unterstützen, die weniger haben“, sagte sie. Das sei ganz im Sinne von Margrit Steinert, griff Wolfgang Wehowsky, Gemeinderat der SPD-Fraktion, ihre Aussage auf. Margrit Steinert, ehemalige SPD-Gemeinderätin habe sich zeitlebens für die Schwächeren eingesetzt. Diese Stiftung ergab sich aus ihrem Erbe und jedes Jahr werde dieser Preis für soziales Engagement ausgelobt. Das Projekt werde im kommenden Schuljahr verschriftlicht und an die nächste Klasse weitergegeben, berichtete Bettina Appelt, damit es nachhaltig bleibe und nicht nach dem
Weggang der 8a aus dem Blickfeld gerate.

Bericht: Marianne Lother, TBR