News zum Spielplatz in der Keltergasse – die Biberburg kommt

Das berichtet die Gemeinde Weingarten:

Lange Jahre war es relativ still um den kleinen Spielplatz in der Keltergasse. War er mit nur einem Holzhäuschen und einem Wippgerät aber dafür sehr viel Sand unattraktiv? Lockte der Sand eventuell nur Tiere an? Oder war der Platz zu abgelegen? Der Gründe gibt es viele. Richtig stark frequentiert war der Platz nie, aber er war im Spielplatzkonzept der Gemeinde enthalten und darum wurde er jetzt erneuert.

Zuerst kam der Bagger
Zuerst wurden die abgewirtschafteten Geräte mitsamt dem Sand entfernt und der Boden dann knapp auf 80 Zentimeter Tiefe ausgebaggert. Das angelieferte Spielgerät sei eine „Biberburg“ erklärte Günther Hoffmann, der mit seinem Kollegen Waldemar Hochbaum vor Ort tätig war. Einen halben Meter tief werden die 17 Füße des Fundaments eingegraben und einbetoniert. Die Holzpfosten stecken nicht rostenden Metallhülsen. Denn – so hat es der Hersteller vorgesehen – gehen einzelne Holzteile infolge von Witterungseinflüssen oder gar Vandalismus kaputt, so können sie abgeschraubt und ausgewechselt werden.

Beton ist nicht gleich Beton
An diesem Mittag kommt Waldemar Hochbaum mit dem Kipplaster angefahren und bringt Beton. Vorsichtig und geschickt manövriert er das sperrige Fahrzeug, so dass die Heckklappe im rechten Winkel zur Straße steht. „Zertifizierter Beton für Erdreich“, sagt Hoffmann, denn Beton ist lange nicht gleich Beton. Hochbaum stellt die Ladefläche schräg, Hoffmann öffnet die Heckklappe, das körnige Material rieselt herunter und landet in der kleinen Baugrube, um anschließend von den beiden Männern mit Schaufeln verteilt zu werden. Rundherum um jede Stütze wird das Material angehäuft, festgetreten und abschließend mit Wasser geglättet. Sei der Beton ausgehärtet, was voraussichtlich nach einem Tag der Fall sein werde, komme eine Schicht groben Kies als Drainage darauf und abschließend eine Fuhr mit rund 10 Tonnen naturbelassenem Sand aus dem Kieswerk, erklärt Hoffmann.

Die Biberburg kann erobert werden
Das Spielgerät selbst heißt laut Katalog des Herstellers „Biberburg“. Zwei Türme sind durch einen Kriechtunnel miteinander verbunden, können mittels Seilen, Treppen oder Steighilfen erklettert werden. Die Plattformen sind mit einem Gitter gesichert. Auch hier hat der Hersteller auf größtmögliche Sicherheit für Kinder geachtet, so ist beispielsweise der Abstand zwischen Gitter und Boden breit genug, dass kleine Finger nicht stecken bleiben, aber die Abstände zwischen den Stäben sind zu schmal, um den Kopf hindurchzustecken.

Sicherheit wird groß geschrieben
„Die Gemeinde Weingarten kauft alle Spielgeräte in Original vom Hersteller. Die sind TÜV-geprüft und zertifiziert“, erklärt Bauhofleiter Dirk Pfirrmann. Er hat das Gerät ausgewählt, das laut Katalog für Kinder von null bis drei Jahren geeignet ist. Wobei man durchaus auch an Kinder bis fünf oder sechs Jahre denken kann. Ist das Gerät fertig und felsenfest eingebaut, wird das Außenherum noch fertiggestellt. Eine Aufschüttung aus Holzhackschnitzeln bildet einen Sitzraum für zwei Bänke. Die starken Baumstämme umrunden den Sandboden, der mit 30 Zentimeter Tiefe Fallschutz und Spielplatz zugleich ist. Sie dienen den Kindern auch zum Sitzen, zum Ablegen der „Kuchen“, zum Rollenspiel und und und.  Die vorhandene Stieleiche bleibt selbstverständlich stehen. Spendet sie durch ihren schmalen Wuchs auch keinen Schatten, so ist sie immerhin ein belebendes Grünelement und ein Stück Natur.

Quelle: Gemeinde Weingarten
Foto: MeinOrt