Neues vom IB Naturkindergarten

Neues vom IB Naturkindergarten
Nachdem der Naturkindergarten am ursprünglichen Standort Sohl nicht sonderlich gut frequentiert war, ist er vor rund zwei Monaten an einen anderen Standort umgezogen

und hat seitdem deutlich mehr Zulauf. „Für dieses Jahr haben wir noch sechs Anmeldungen, für das nächste Jahr sieben weitere. Damit haben wir dann in 2020 insgesamt 17 bis 18 Kinder und noch zwei bis drei Plätze frei“, sagt Jessica Mackiw, die Leiterin des Kindergartens, der in Trägerschaft des Internationalen Bundes steht. Sie fand den alten Standort direkt hinter einem Bauernhof ebenfalls gut, ist aber auch mit dem neuen sehr zufrieden. Das Grundstück liegt am Ende der verlängerten Höhefeldstraße direkt am Waldrand im Gewann „Ochsensteige“. Es ist grasbewachsen und mit etlichen großen, alten Obstbäumen bestanden. Diese spenden nicht nur wohltuenden Schatten sondern tragen auch noch einige Äpfel und Birnen, die die Erzieherinnen mit den Kindern verwerten wollen. Und sie begrenzen auch in gewissem Sinn das Grundstück und geben ihm eine Struktur, was im Sohl mit der Weite der Felder nicht so gegeben war. „Gemütlich“ findet Jessica Mackiw den neuen Platz. Natürlich müsse er sich noch entwickeln, aber sie seien auch noch im Aufbau begriffen. Vor zwei Monaten umgezogen, danach zwei Wochen Ferien, jetzt erst beginnt die eigentliche Arbeit. Der Bauwagen und die Komposttoilette befinden sich an ihrem Platz, auch die Jurte im rückwärtigen Bereich des Grundstücks und die Baumstümpfe für den Morgenkreis im vorderen. Die Matschküche wird wieder eingerichtet. „Was uns noch fehlt“, sagt die junge Erzieherin, „sind einige Hochbeete zum Gärtnern und paar Tiere.“ Tomaten und Zucchini wachsen bereits, aber das Team möchte sich gern einige Ziegen und Schafe zur Landschaftspflege zulegen sowie einige Hühner. Auch ein Imker wäre willkommen, der einmal wöchentlich seinen mobilen Bienenstand hierher brächte, um den Kindern das Leben der Bienen nahezubringen. Aber für die Tierhaltung seien sie auf die Mithilfe der Eltern angewiesen, die am Wochenende und in den Ferien Fütterung und Pflege übernehmen würden. Der Kontakt mit Tieren sei hier draußen, nah am Wald, viel intensiver, als in der landwirtschaftlichen Siedlung. Seit den heißen Tagen stellen die Kinder Wasserbecken für die Waldtiere bereit, die auch gerne angenommen würden. Zur Betreuung ihrer wachsenden Kinderzahl suche das Team noch engagierte und qualifizierte Pädagogen, sagt Jessica Mackiw, sowie ehrenamtliche Mitarbeiter. Für junge Menschen sei eine Stelle als „freiwilliges soziales Jahr“ oder als „freiwilliges ökologisches Jahr“ frei.

Quelle:TBR

Bild:Symbolbild