Neuer Bolzplatz: Eröffnung noch vor den Sommerferien

Ein Bericht von Marianne Lother:

In den vergangenen Wochen wurde auf dem zweiten Teil des von Anja Grün vom Büro „Stadt + Natur“ geplanten Freizeitgeländes am Rande des Baugebiets „Moorblick“ ein Bolzplatz angelegt. Der erste Teil ist der Abenteuerspielplatz, der bereits im vergangenen Jahr eröffnet wurde. Nun ist ein richtiger Platz zum Fußball spielen mit großen Toren aus Aluminium, zwei auf drei Meter, entstanden. Bauhofleiter Dirk Pfirrmann hat das Projekt überplant, das Bauhofteam hat es umgesetzt. Das 35 mal 20 Meter große Spielfeld ist auf allen Seiten von Erdwällen umgeben, hinter die Tore kommt noch ein 2,40 Meter hoher Ballfangzaun aus Metallstabmatten. Die Wälle hat Polier Günther Hoffmann in Eigenleistung bepflanzt, insgesamt 680 einheimische Gewächse, darunter sechs Bäume hat er in den Boden gebracht. Die Bäume werden groß und breitkronig und werden am Rand entlang Schatten spenden, erklärt Pfirrmann. Zwei Tisch-Bank-Garnituren und zwei separate Bänke werden noch aufgestellt sowie noch ein Zugangstor montiert.

Die Rasenfläche werde ins Mähprogramm aufgenommen und mit dem Freibad zusammen alle zwei bis drei Wochen bearbeitet. Riesige Erdmassen wurden bewegt und im Untergrund verlaufen parallel zwei Drainagen, um den moorigen Boden zu entwässern und
zu stabilisieren. Ein I-Tüpfelchen auf dem Ganzen sind zwei Eidechsen-Habitate, die Dirk Pfirrmann im Sinne des Naturschutzes angelegt hat. Es handelt sich um Haufen von groben Kantsteinen, deren Zwischenräume noch mit Sand verfüllt werden, da die wärmeliebenden Eidechsen in solchen Räumen ihre Eierablegen. Ein Streifen Splitt drumherum sowie ein Wurzelstock als Unterschlupf und Schattenspender runden das Areal ab. Eine Rücksprache des Bauhofleiters mit dem Landratsamt bestätigte sein Vorhaben als sehr sinnvoll für den Artenschutz, es bringe vier Punkte pro an Kosten angefallenem Euro auf das Ökokonto. Die Fläche zwischen Wall und freier Landschaft zum Moor füllt eine spezielle Wiesenmischung, die nur einmal jährlich gemäht werden müsse, und damit den Tieren die erwünschte Ruhe ermögliche, ergänzt Günther Hoffmann. Seine Idee war es, das Habitat mit einigen Pflöcken zu kennzeichnen und damit zugleich vor dem Rasenmäher zu schützen. Der Spielplatz werde sehr gut angenommen, berichten beide
übereinstimmend. Auch dieses Areal sei interessant für Kinder, müsse aber vor ihrem Zugriff entsprechend geschützt werden. Insgesamt erfahren die Weingartner Spielplätze sehr gute Resonanz aus der Bevölkerung und vor allem die Neubürger seien sehr zufrieden.

Weingarten zeichne sich als kinderfreundliche Gemeinde aus.
Noch vor den Sommerferien soll der Bolzplatz mit einem Fußballspiel zwischen Rathaus und Gemeinderat sowie einem Jugendturnier offiziell eröffnet werden. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

Bericht: Marianne Lother, TBR
Bild: Symbolbild, Pixabay