Moral bewiesen: SGSW-Berichte vom Wochenende

Die SGSW hielt sich gut beim Meisterstück des HC Neuenbürg

Die Meisterschaft ist in der Badenliga Männer entschieden! Der HC Neuenbürg hat mit seinem Sieg im letzten Heimspiel gegen die SG Stutensee-Weingarten den Deckel auf die Angelegenheit gemacht. Da gleichzeitig die beiden Verfolger aus Heidelsheim/Helmsheim und Birkenau verloren haben, konnten die Anhänger des HCN mit ihrem Team nach Spielende ausgiebig den Aufstieg feiern.

Die Jungs von Trainer Steffen Bechtler haben trotz eines personellen Engpasses sich noch einmal richtig reingehängt, konnten aber die 34:30 Niederlage nicht verhindern. Die Hausherren gingen hochmotiviert in ihre wohl wichtigste Partie und legten einen 4:1 Start hin. Der Tabellensiebte aus der Hardt fand dann aber seinen Rhythmus und kämpfte sich auf 5:4 heran. Leider leisteten sich die Schützlinge von Steffen Bechtler immer wieder technische Fehler im Angriff, die die Gelbhemden eiskalt ausnutzten. Bis Mitte der ersten Hälfte zogen Marco Langjahr und seine Kollegen auf 10:5 davon und zwangen den SGSW Coach zu einer Auszeit. Mit einem Zwischenspurt führte Spielmacher Stefan Jochim seine Jungs wieder in Schlagdistanz. Da aber die Fehlerquote nicht minimiert werden konnte, lagen die Gäste bis zur Pause sechs Treffer hinten. HCN Trainer Erkan Öz konnte mit seinem Team mit einer 20:15 Führung beruhigt in die Kabine gehen.

Die Gäste fanden nach dem Wiederanpfiff erneut schwer in ihr System und luden die Enztäler immer wieder zu erfolgreichen Gegenstößen ein. Mitte des zweiten Durchganges war die Begegnung dann endgültig entschieden, denn der Vorsprung des Favoriten war auf 28:19 angewachsen. Da inzwischen die Endergebnisse der Partien der härtesten Konkurrenten bekannt waren, schalteten die Gastgeber einen Gang zurück. Mit der Gewissheit, die Meisterschaft in der Tasche zu haben, gingen die Öz Schützlinge nun ihrerseits mit den Chancen leichtfertiger um. Die SGSW eroberte sich mit viel Eifer immer wieder die Harzkugel und verkürzte stetig den Rückstand. In der Schlussphase arbeitete sich die Bechtler Sieben auf 33:30 heran. Mit etwas mehr Konzentration bei den Abschlüssen oder den Pässen zu den Gegenstößen wäre für die Gäste noch mehr drin gewesen. So konnte Paul Nonnenmacher den Schlusspunkt zum 34:30 Heimsieg setzen und damit den Aufstieg des HC Neuenbürg besiegeln.

Von hier aus Glückwunsch an die Enztäler. Für die kommende Saison wünschen wir Trainer Erkan Öz und seinem Team viel Erfolg in der Baden-Württemberg-Oberliga.


Die Damen der SGSW bogen mit hervorragender Moral ein fast schon verlorenes Derby noch um

Verbandsliga Damen      Turnerschaft Mühlburg : SG Stutensee-Weingarten  29:33 (17:15)

Das Derby zwischen der Turnerschaft Mühlburg und der SG Stutensee-Weingarten nahm in der Verbandsliga der Damen ein kurioses Ende. Die Mädels aus dem Karlsruher Westen hatten sich fest vorgenommen, sich für die denkbar unglückliche Niederlage in der Vorrunde zu revanchieren und spielten in der Carl-Benz-Halle drei Viertel eine hervorragende Partie. Die Turnerschaft lag der ersten Halbzeit immer in Front. Die Sieben von Trainer Arndt Heinemeier schafften es in den ersten dreißig Minuten, die Gäste vor allem über ihre starken Außenspielerinnen ständig unter Druck zu halten. Bis nach dem ersten Viertel führten die Gastgeberinnen mit 10:5, bevor die SGSW besser in die Begegnung fand. Als das Pausensignal ertönte hatten sich die Damen der Spielgemeinschaft auf den 17:15 Halbzeitstand herangearbeitet.

Nach dem Wiederanpfiff erwischte das Team aus der Fächerstadt die Truppe von Peter Nagel auf dem falschen Fuß. In der Anfangsphase des zweiten Durchganges schraubten die Gastgeberinnen den Abstand auf acht Treffer. Mit dem Stand von 24:16 schien die Turnerschaft das Derby schon vorzeitig für sich entschieden zu haben. „Meine Mädels haben in diesem Derby eine unglaubliche Moral bewiesen und haben sich nie aufgegeben,“ stellte SG-Trainer Peter Nagel seinem Team nach Spielende ein gutes Zeugnis aus. Plötzlich platzte beim Tabellenvierten der Knoten. Tor um Tor kämpften sich die Nagel Schützlinge mit einem 6:0 Lauf auf 26:25 heran. Die Gastgeberinnen hatten in dieser Phase völlig den Faden verloren und produzierten eine Vielzahl an technischen Fehlern. Außerdem landeten von den Außenpositionen die Bälle nicht mehr im Gehäuse, sondern krachten an die Latte oder den Pfosten. Nach dem Ausgleich zum 27:27 ging die TSM noch einmal in Front. Während einer Zeitstrafe für die Heinemeier Schützlinge kippte die Partie zu Gunsten der Gegnerinnen. Maike Fetzner und Laura Friedrich zerlegten die Mannschaft der Turnerschaft in der Schlussphase im Alleingang. Mit insgesamt sechs Toren bauten die beiden Mädels den Vorsprung uneinholbar auf 28:33 aus. Der besten Werferin der Gastgeberinnen, Evamaria Domin, blieb es nur noch vorbehalten, mit ihrem achten Tor den Schlusspunkt unter des 29:33 Endergebnis zu setzen.

Die Mädels aus der Karlsruher Weststadt hätten wie schon in der Hinrunde ebenfalls den Sieg verdient, scheiterten aber dieses Mal an den eigenen Fehlern in der Schlussphase. Die Spielgemeinschaft erntete von allen Seiten Lob für die unglaubliche Moral.

Berichte und Bilder: Erich Schütt, SG Stutensee-Weingarten