Mehr E-Ladesäulen für Weingarten?

Das berichtet der Ausschuss für Umwelt und Technik in der TBR: 

Elektromobilität in Weingarten
Die SPD Weingarten hat schon länger zurückliegend einen Antrag auf Ausbau der E-Mobilität in Weingarten gestellt. Darin eingeschlossen ist eine Zusammenarbeit mit einem Anbieter für CarSharing und die Errichtung einer Ladestation für Elektrofahrzeuge. Die Verwaltung habe durchaus Interesse daran, dem entgegenzukommen, aber es sei eine Kostenfrage, hieß es im Verwaltungsausschuss. Im Vergleich der Anbieter erwies sich die „Stadtmobil“, die eigenständig die Verwaltung kontaktiert habe und gerne eine Zusammenarbeit forcieren würde, als unter verschiedenen Aspekten bester Anbieter. Bürgermeister Eric Bänziger erläuterte den aktuellen Sachstand und die Möglichkeiten der Gemeinde. Wolfgang Wehowsky (SPD) dankte ihm für diese Erläuterungen und monierte, warum für CarSharing nicht geworben werde. Die Fahrzeuge in Weingarten seien praktisch ständig unterwegs, sagte Bänziger, die Nachfrage nach weiteren Carsharing-Fahrzeugen sei hoch. Von der Errichtung eigener Ladesäulen über einen Stromanbieter auf Kosten der Gemeinde werde zunächst abgesehen. Zwei Säulen befänden sich beim Autohaus Morrkopf und der Firma Elektro-Mai. Angestrebt sei, eine weitere beim Hotel „Krone“ über den Eigentümer zu errichten. Eine Ladestation im Parkdeck für ein Stadtmobil würde die Gemeinde gerne auch für eigene E-Fahrzeuge nutzen. Timo Martin (WBB) wies darauf hin, Kommunen seien angehalten, E-Ladeinfrastruktur zu unterstützen. Eine Ladestation im Parkdeck mit Gemeindefahrzeugen zu blockieren, sei nicht Sinn der Sache. Ladestationen im öffentlichen Raum würden mit 80 Prozent gefördert. Die Errichtung einer Säule beispielsweise vor dem Baumannschen Haus käme auf rund 10.000 Euro als einmalige Kosten. Bänziger fand das zu teuer. Nicolas Zippelius (CDU) regte an, die Fördermöglichkeiten über das Sofortprogramm „Saubere Luft“ vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sollten auf jeden Fall geprüft werden. Carolin Holzmüller meinte, um Carsharing zu etablieren, müsse die Gemeinde nicht für Anbieter werben. Stadtmobil Karlsruhe sei überregional vertreten. Weitere Ladesäulen könnten auch bei Firmen angesiedelt werden. Jeder Unternehmer könne dann selbst entscheiden, ob er das beispielsweise für seine Mitarbeiter anbieten möchte. Andrea Friebel wies darauf hin, dass bei Neuanlagen von Parkplätzen gleich Leitungen für E-Ladestationen mit verlegt werden sollten. Das würde sich bei dem künftigen Parkplatz in der Jöhlinger Straße anbieten. Die Ausschussmitglieder nahmen den Sachstand zustimmend zur Kenntnis.

Bericht: Ausschuss für Umwelt und Technik, TBR