Krippenausstellung – von Pappmaché bis Moos – 45 verschieden Modelle in der Kirche

Bericht aus der TBR: Die Krippenausstellung in der katholischen Kirche war ein voller Erfolg und übertraf die Erwartungen der Organisatoren bei weitem.

45 Aussteller
45 Familien hatten ihre Weihnachtskrippen zur Verfügung gestellt und die Ausstellung am Samstag während des Weihnachtsmarktes geriet zu einer Dokumentation unterschiedlichster Darstellungen von Krippen im Lauf der Jahrzehnte. Die Vielfalt kann lediglich nur an einigen Beispielen aufgezeigt werden. Den „Fränkischen Hof“ als Weihnachtskrippe hat Roland Hermann gebaut. Das dem Original sehr ähnlich gewordene Modell soll als Geschenk des Bürger- und Heimatvereins auf den Weihnachtsmarkt in der Partnerstadt Olesa de Montserrat gehen. Eine Miniaturkrippe, die die Heilige Familie auf ein paar Quadratzentimeter zusammenbringt, war aus dem Besitz von Pastoralreferentin Elke Litterst. Eine Krippe aus dem Jahr 1956 kam von Gerhard Lampert. Gefängnisinsassen aus Bruchsal hatten sie während ihres Aufenthaltes errichtet. Eine 70 Jahre alte Krippe mit zahlreichen Tieren aus Pappmaché haben Christoph und Michael Ziegelmeyer aufgestellt. Eine andere wurde aus einem Kürbis geschnitzt und kam aus Ostafrika. Eine Krippe zeigt Figuren des Weingartener Bildhauers Holler und eine andere wurde im alpenländischen Stil in Südtirol errichtet.

Krippen wie Bilderbücher – es gibt viel zu entdecken
Gleich mehrere Krippen besitzt Franz Jung. Zwei davon hatte er mitgebracht. Zu Hause habe er eine in jedem Raum und zwei weitere in seiner Hütte, erklärte er. Die Krippen sind opulent ausgestattet, mit Moos ausgelegt und Rindendächern versehen, aber die Figuren sind gekauft.

Krippe als Adventskalender
Seine eigene Krippe, berichtete der Initiator Harald Wagner, sei eine Adventskalenderkrippe. Seinem Enkelkind habe er damals 24 Figürchen selbst gesägt und täglich eins in den Adventskalender gesteckt. Am 24. Dezember erschien das Jesuskind. Auf den ersten Aufruf in der Turmberg-Rundschau habe er zwei Wochen lang gar nichts gehört, berichtete er weiter. Dann aber seien Anrufe eingegangen und schlussendlich eine zufriedenstellende Anzahl
aufgebaut worden. Synergieeffekte erhoffte er sich vom gleichzeitig stattfindenden Weihnachtsmarkt vor den Toren der Kirche und Pfarrer Jens Maierhof hatte die Erstkommunikanten zu einer Führung am 1. Adventssonntag eingeladen.

Bericht: Marianne Lother, TBR
Bild: MeinOrt