Keine gymnasiale Oberstufe an der Turmbergschule

Bericht der Gemeinde aus dem Gemeinderat:
Gymnasiale Oberstufe an der Drais-Gemeinschaftsschule

An der Gemeinschaftsschule Weingarten wird es in den nächsten Jahren keine gymnasiale Oberstufe geben.

Erforderliche Schülerzahlen werden nur bei einem Zusammenschluss der Stadt Karlsruhe mit den Umlandgemeinden erreicht

Erstens müsste dafür für die Klassenstufe elf langfristig eine Mindestzahl von 60 Schülerinnen und Schülern prognostiziert werden können. Diese Prognosezahl wird Weingarten – und auch keine andere Umlandgemeinde um Karlsruhe – erreichen können. Zweitens wird die räumliche und personelle Situation an der Turmbergschule das in absehbarer Zeit nicht zulassen, darüber seien sich Schulamt, Schulleitung und Gemeindeverwaltung einig, berichtete Hauptamtsleiter Oliver Russel im Gemeinderat. Also sollen die Weingartner Jugendlichen, die bis zur mittleren Reife die Gemeinschaftsschule besucht haben und auch weiterhin in dieser Schulform bleiben möchten, ein Angebot in Karlsruhe bekommen. Andererseits sei es von Seiten der Stadt Karlsruhe auch beabsichtigt, im Rahmen der regionalen Schulentwicklung den Einzugsbereich für eine gymnasiale Oberstufe in der Gemeinschaftsschule über die Stadtgrenzen hinaus zu erweitern und darum die Gemeinde Weingarten einzubeziehen.

Öffentlich-rechtliche Vereinbarung

Um die Zustimmung des Landes Baden-Württemberg zu dieser Einrichtung zu bekommen, reiche eine bloße Erklärung der Gemeinde Weingarten als Träger der Turmbergschule nicht aus, sondern bedürfe einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung. Nach formeller Feststellung, dass in den nächsten Jahren keine gymnasiale Oberstufe an der Turmbergschule absehbar sei, empfahl der Gemeinderat der Verwaltung den Abschluss einer Vereinbarung mit der Stadt Karlsruhe über die dauerhafte Einrichtung einer solchen an der Drais-Gemeinschaftsschule in Karlsruhe-Mühlburg. Damit verpflichtet sich Weingarten, auf eine eigene Beantragung einer gymnasialen Oberstufe zu verzichten. Die Stadt Karlsruhe gewinnt durch diese Vereinbarung Planungssicherheit über den prognostizierten Einzugsbereich und kann die Schülerzahlenprognosen aus Weingarten bei der Antragstellung berücksichtigen.

Weingarten hat keine Kosten zu tragen

Karlsruhe verpflichtet sich zur Unterhaltung des laufenden Schulbetriebs. Die Gemeinde Weingarten wird nicht zur Mitfinanzierung und Kostenbeteiligung herangezogen. Die Vereinbarung ist von beiden Seiten mit einer Frist von 24 Monaten zum Ablauf eines Schuljahrs kündbar. Gerhard Fritscher (CDU) fragte nach anderen Möglichkeiten im Umkreis, da 54 Minuten Bahnfahrt sehr weit sei. Es gebe keine mit einer kürzeren Entfernung, sagte Russel. Timo Martin (WBB) begrüßte die Vereinbarung als eine Perspektive für die Turmbergschule. Das Gremium stimmte einstimmig zu.

Quelle: Gemeinde Weingarten
Bild: Symbolbild, Pixabay