Keine erneute Machbarkeitsstudie für Freischwimmbecken

Bericht aus dem Gemeinderat: 

Abgelehnt mit Ausnahme der Stimmen der CDU und einer Stimme der FDP hat das Gremium dagegen einen Antrag der CDU auf Erstellung einer Machbarkeits- und Kostenanalyse für ein Freischwimmbecken. Gerhard Fritscher (CDU) begründete diesen Vorstoß damit, in Weingarten fehle ein Freischwimmbecken, in dem Erwachsene schwimmen können. Sofort stieß er auf regen Widerspruch. Wolfgang Wehowsky zweifelte den Bedarf an und verwies auf die Bäderstudie. Diese habe bereits 2010 Kosten ermittelt, die schon damals nicht tragbar waren. Die Gemeinde hatte damals kein Geld und habe heute keines dafür. Es lägen wesentlich dringlichere Projekte wie Schulhaus, Kindergärten und Straßenbau vor. Es sei sinnvoller, die Familienkarte für ermäßigten Eintritt einzuführen. Er wolle diesen Antrag nicht weiter behandeln, sondern um mindestens fünf Jahre in den Verwaltungsausschuss verschieben. Timo Martin (WBB) pflichtete ihm bei und sah den Antrag darüber hinaus zum „allerschlechtesten Zeitpunkt“ gestellt. Klaus Holzmüller (FDP) meinte, es sei „Machbares“ und „Wünschenswertes“ abzuwägen. Ein Freischwimmbecken könne sich Weingarten nicht leisten. Auch Karlernst Hamsen (Grüne) lehnte den Antrag mit Bezug auf die vorausgegangenen Begründungen ab.

Digitalpakt Schule
Zugestimmt hat der Gemeinderat einem Antrag der CDU, die Verwaltung möge sich um weitere Fördermittel als die aus dem Digitalpakt Schule bemühen beziehungsweise prüfen, ob es solche gebe. Bürgermeister Eric Bänziger erklärte, der Antrag solle den grundsätzlichen Rahmen schaffen und stellte ihn zur Diskussion. Jürgen Holderer, Konrektor der Schule, sagte dazu, die Grüne Fraktion unterstütze den Antrag, aber er gebe zu bedenken, dass die Leitungsfähigkeit der vorhandenen Netze jetzt schon Probleme bereite. Matthias Görner (WBB) entgegnete, die Beschaffung von Geräten allein sei kein Beitrag zur Bildung. Es komme auf das Konzept an. Der Schwerpunkt müsse auf der Pädagogik liegen. Wolfgang Wehowksy (SPD) konnte sich nicht vorstellen, dass es neben dem Digitalpakt noch weitere „Töpfe“ gebe. Der stellvertretende Hauptamtsleiter Patrick Nagel sagte zu, die Verwaltung werde die Möglichkeiten prüfen.

Bericht: TBR aus dem Gemeinderat
Bild: Symbolbild, Pixabay