Jöhlinger Straße ab sofort Baustelle

Ab heute ist die Jöhlinger Straße wegen Bauarbeiten gesperrt. 

Die Sanierung der Jöhlinger Straße beginnt heute. Insgesamt beträgt die Bauzeit drei Jahre – heute geht es mit dem ersten Bauabschnitt los. Für diesen sind rund 10 Monate veranschlagt. Das teilt die Gemeinde mit.

Vollsperrung während der Arbeiten
Während der Bauarbeiten ist die Jöhlinger Straße (L 559) zwischen B3/Rathaus und Jöhlingen für den überörtlichen Verkehr voll gesperrt. Die Umleitungsstrecken über die B 10 (Berghausen/ Grötzingen) sowie B 35 (Bretten/ Gondelsheim/ Bruchsal/ Untergrombach) werden entsprechend ausgeschildert, so die Gemeinde

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Bild: Gemeinde Weingarten

Während des ersten Bauabschnittes ist zudem der Bereich der Jöhlinger Straße zwischen Mühlstraße und Carix-Anlage im Bereich des Baufeldes gesperrt. Die fußläufige Erreichbarkeit der dortigen Anwesen wird generell gewährleistet sein. Die Zufahrt wird jedoch während der Baumaßnahmen nur eingeschränkt bzw. zeitweise nicht möglich sein.

Bei Fragen und Anliegen: Das Baustellenbüro am Marktplatz 4 ist ab heute jeden Donnerstag von 8.30 Uhr bis 10 Uhr besetzt.

Informationen: Gemeinde Weingarten

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Hier nochmal der Bericht zum Infoabend Anfang Juni mit ausführlicheren Informationen der Gemeinde Weingarten: 

Ab dem 2. Juli wird die Jöhliger Straße zur Baustelle. Die Straße wird zwischen Rathaus und Jöhlingen für den überörtlichen Verkehr voll gesperrt. Am vergangenen Mittwoch informierte die Gemeinde über die Einzelheiten der Bauabschnitte.

Dort berichtete Planerin Elke Gericke, dass umfangreiche Tiefbauarbeiten und Deckensanierungen eine Bauzeit von insgesamt drei Jahren erforderlich machen.

Gearbeitet werde in drei Baubschnitten (BA), beginnend mit BA I, der von Osten her ab der Carix-Anlage bis zur Zufahrtsstraße Sohl reicht. Dieser Abschnitt wird bis Ende April 2019 dauern und wird in drei weitere Bauphasen gegliedert, so die Gemeinde.

Die Tiefbauarbeiten
Gerold Ebert vom beauftragten Tiefbauingenieurbüro erklärte die Vorgehensweise der Tiefbaumaßnahmen. Zur Erneuerung der Trinkwasserleitungen werde eine Notversorgung über provisorische Leitungen an den Hausfronten entlang geführt, Rohrbrücken werden hergestellt und kurze Stichleitungen zu den abzweigenden Straßen verlegt. Zur Entwässerung werden alle – auf der ganzen Strecke insgesamt 102 – Hausanschlüsse ausgetauscht, was einen beträchtlichen Zeitaufwand erfordere. Der Abwasserkanal sei von Osten kommend bis zur Abzweigung Gipfelsberg nicht sanierungsbedürftig. Bis hierher, erklärte Planerin Elke Gericke, werde nur die Wasserleitung und Glasfaser verlegt und die Gehwege verbreitert. Danach beginne die Vollausbaustrecke, in der der Straßenkörper tief ausgekoffert und alles erneuert werde. Der gesamte BA I werde mit zwei Kolonnen von zwei Seiten bearbeitet, berichtete Rainer Schmiederer von der bauausführenden Firma Köhler Bau aus Karlsruhe. Innerhalb dieses Abschnitts wandere die Baustelle, da immer wieder Teilbereiche mit einer provisorischen Decke zugänglich gemacht werden. Das berichtet die Gemeinde.

Die Grundstücke sind fußläufig jederzeit erreichbar
Die Erreichbarkeit der einzelnen Grundstücke sei zumindest fußläufig jederzeit gegeben, mit dem Fahrzeug nicht immer. Die Zufahrt für Rettungsfahrzeuge sei mit der Feuerwehr und den Rettungsdiensten besprochen, es werden geeignete Zuwege geschaffen. Die Mülleimer sollten am Tag vorher bis 16 Uhr vor den Anwesen bereitgestellt werden, so dass sie dann von der Baufirma zu einer ausgewiesenen Sammelstelle gebracht und wieder abgeholt werden können.  Ortsbaumeister Oliver Leucht forderte die Bürger auf, sich bei anstehenden Besonderheiten (etwa ein Umzug) möglichst frühzeitig an die Baufirma zu wenden, damit Lösungen gefunden werden könnten. Ab dem 2. Juli ist das Baustellenbüro am Marktplatz 4 jeden Donnerstag von 8.30 Uhr bis 10 Uhr besetzt, der Polier von Köhler Bau wird täglich auf der Baustelle sein und das Ortsbauamt ist über (07244) 702040 erreichbar.

Die überörtlichen Umleitungen
Hauptamtsleiter Oliver Russel erläuterte die Verkehrsumleitungen. Die großräumige Umleitung für den Durchgangsverkehr werde über die B 10 und B 293 über Berghausen oder die B 3 bis Bruchsal und die B 35 über Bretten geführt. In die Jöhlinger Straße hineinfahren kann nur noch – wenn zeitweise überhaupt – wer dort wohnt oder dort etwas zu tun hat. Auf Weingartner Gemarkung selbst wird keine offizielle Umleitung ausgewiesen. Mit den Bewohnern der Aussiedlerhöfe seien Möglichkeiten besprochen worden. Die notärztliche Versorgung sei jederzeit gegeben. Die Feuerwehr habe ständig einen Verantwortlichen in Rufbereitschaft, zusätzliche Depots für Löschmaterial werden eingerichtet

Antworten auf die Fragen der Anwohner:

  • Das Wasser in den provisorischen Leitungen ist desinfiziert und geprüft.
  • Das Beweissicherungsverfahren wurde bereits durchgeführt.
  • Die Leitungsgräben werden nicht gespundet.
  • Die gesamte Bauzeit beträgt drei Jahre.  Bis Ende 2018 sollen die Planungen für den BA II fertig sein.
  • Der Bärentalweg wird anfahrbar sein, die Heidengass ebenso.
  • Für den innerörtlichen Verkehr werden keine offiziellen Umleitungen ausgewiesen. Es gibt keine Anwohnerausweise.
  • Die notärztliche Versorgung ist gesichert, auch durch Kooperation mit der Feuerwehr Walzbachtal
  • Die Kosten für die Hausanschlüsse zahlt die Gemeinde bis zur Grundstücksgrenze. Einzelfälle werden separat besprochen.
  • Die Straßenraumgestaltung wird so erfolgen, wie es dem einstimmigen Beschluss des Gemeinderates vom November 2017 entspricht.

Auf der Gemeinde-Homepage gibt es weitere Informationen, zum Beispiel nochmal die Präsentation  vom Infoabend zum Nachlesen.