Im Katastrophenfall: Gemeinde verbessert Bevölkerungsschutz

Die Gemeinde sei laut Bürgermeister Eric Bänziger schon gut aufgestellt in Sachen Bevölkerungsschutz. Trotzdem ist es nötig, die Gegebenheiten zu analysieren und den kommunalen Bevölkerungsschutz weiterzuentwickeln. Das berichtet der Gemeinderat:
Kommunaler Bevölkerungsschutz
Die Gemeinde Weingarten hat sich in jüngerer Zeit intensiv mit Kommunalem Bevölkerungsschutz befasst. Mit dem Experten Andreas Kling aus Weingarten fand dazu im Oktober 2018 ein Workshop statt. Über die Vorgehensweise in diesem Workshop und die daraus gezogenen Erkenntnisse berichtete Kling jetzt im Gemeinderat. Beteiligt waren Vertreter der Verwaltung und der Rettungsorganisationen. Eine Risikoanalyse wurde vorgenommen, eine Bestandsaufnahme von Material, es wurden Maßnahmen formuliert und ein Übungskonzept erstellt.

Die Parameter dieser Analyse waren die „Wahrscheinlichkeit des Eintreffens“ einer Katastrophe und die „Anzahl der davon betroffenen Menschen“, sagte der Experte, beispielsweise bei Hochwasser, bei einem Zugunglück oder einem Unfall mit Gefahrgut. In drei Arbeitsgruppen wurden die Stichworte „Alarmierung“, „Betreuung“ und „Chemieunfall“ angenommen.

Zunächst wurde die Situation analysiert und die Lage abgearbeitet, danach Anregungen und Empfehlungen für Verbesserungen
abgeleitet, auch für eventuelle Anschaffungen. Als Manko wurde beispielsweise erkannt, dass nur allein der Feuerwehrkommandant die Sirene in Gang setzen könne, der Bürgermeister dagegen nicht. Die nächsten Schritte, so Kling, seien die Überarbeitung der Notfallpläne, die Durchführung einer Krisenstabsübung und zwei Informationsveranstaltung für die Bevölkerung.

Die erste solle in den „Tag der Rettungsorganisationen“ am 29. September eingebunden werden, die zweite in die jährliche
Bürgerversammlung. Außerdem solle zwei Mal jährlich eine Sirenenprobe stattfinden. Am 7. Und 8. Mai findet in Magdeburg der zwölfte Bürgermeisterkongress statt. Diese bundesweite Veranstaltung habe zum Ziel, die Städte und Gemeinden für den Schutz der Bevölkerung zu sensibilisieren, ihre Handlungsfähigkeit in bestimmten Situationen unterhalb der Katastrophenschwelle zu erhalten und die Maßnahmen des Landkreises im Katastrophenfall sinnvoll zu ergänzen. Der stellvertretende Hauptamtsleiter Patrick Nagel wird an dieser Veranstaltung teilnehmen. Bänziger
meinte abschließend, es komme immer auf das Szenario an. Ein großflächiger blackout sei eine wirklich große Herausforderung. Ansonsten sei Weingarten schon gut aufgestellt.

Text: Gemeinde Weingarten
Bild: Symbolbild, Pixabay