Gute Nachrichten: Steigweg-Ampelschaltung klappt gut

Zwischenbilanz: Die Ampellösung im Steigweg funktioniert

Das berichtet die Gemeinde Weingarten:
Im abendlichen Berufsverkehr rollen die Fahrzeuge zügig auf der Bundesstraße durch Weingarten Richtung Untergrombach, etwa jeder Dritte bis Vierte biegt nach rechts in den Steigweg ab. Seit dem 18. Februar ist der dritte Bauabschnitt der Jöhlinger Straße gesperrt und hier eine Ampelanlage in Betrieb. Sie soll gewährleisten, dass die schmale 300 Meter lange Straße als einzige Verbindung zwischen Oberdorf, den Aussiedlerhöfen und der Ortsmitte während der Bauzeit nicht nur als Einbahnstraße – wie zuerst beabsichtigt – fungieren muss. Zeigt die unterste Ampel rot, so ordnen sich die Fahrer deutlich auf der rechten Seite ein. Sogar der entgegenkommende Bus der Linie 121 findet genug Platz, um die Schlange zu passieren und auf die Bundesstraße einzubiegen. „Es funktioniert. Der Verkehr läuft flüssig“, sagt der Leiter des Ordnungsamtes, Patrick Nagel, aufatmend. Ein Planungsbüro hat eine mögliche Taktung berechnet. „Die vier Ampeln wurden auf einen 100er-Umlauf in sieben Phasen programmiert“, erklärt Nagel. Jede einzelne Ampel sei auf die Sekunde genau eingestellt, damit die optimale Menge an Fahrzeugen geordnet abfließen könne. Die Berechnungsgrundlage sei die maximal stärkste Fahrzeugmenge gewesen, die von der Verwaltung in der Praxis dann nach unten korrigiert und die Schaltung angepasst und optimiert worden sei. Der wichtigste Grundsatz war, so Nagel, dass sich der Verkehr auf der Bundesstraße nicht stauen dürfe, darum sei die Grünphase von unten her länger und es werden mehr Fahrzeuge durchgelassen, als von oben herunter. Das Konzept habe sich bewährt, er selbst sei mit dem Vollzugsdienst vor Ort gewesen und habe den Verkehr an beiden Punkten beobachtet. Im Nachhinein sei es eine gute Entscheidung gewesen, keine Einbahnregelung durchzuführen. Die Bildung einer Bürgerinitiative sei aus Sicht der Bürger verständlich gewesen, aber diese komplexe Ampelanlage sei eben auch sehr kostspielig. Der Kostenfaktor musste aber zurückstehen, da die Findung einer praktikablen Lösung für die Bürger im Vordergrund stand. Am Runden Tisch seien dann alle Beteiligten – Landratsamt, Planer, Verwaltung, Bürger und Rettungskräfte – zusammengekommen und auch der Gemeinderat habe mitgezogen und die Kosten sowie die Regelung mitgetragen.

Bericht: Gemeinde Weingarten
Bild: Symbolbild Pixabay