Gemeinde berichtet: Lärmschutzwall gut im Zeitplan

Das berichtet die Gemeinde Weingarten aktuell aus dem Gemeinderat:

Lärmschutzwall gut im Zeitplan

Der Bau des Lärmschutzwalls entlang der Autobahn BAB 5 in Höhe des Ortsteils Waldrücke liegt gut im Zeitplan. Stefan Ludwig vom begleitenden Ingenieurbüro Fader Umweltanalytik berichtete dem Gemeinderat. In der mittlerweile dreijährigen Bauzeit wurde der erste Bauabschnitt, beginnend im Norden bei der Kreisstraße nach Staffort, fertiggestellt und bereits mit Begrünung eingesät. Die beiden Lärmschutzwände, eine beim Parkplatz „Höfenschlag“ im Bereich der besonders schützenswerten Waldbereiche  die andere beim gegenüberliegenden Parkplatz „Kreuzlach“ bei der TAL-Trasse (Transalpine Ölleitung) stehen ebenfalls. Im Frühjahr könne dieser Teil abgenommen werden. Die Andienung über eine 700 Meter lange Baustraße von Süden her habe gut funktioniert, im April 2016 seien die ersten Schüttungen erfolgt, mittlerweile seien 64 Prozent der Schüttungen an Ort und Stelle. Die Zielhöhe sei auch im zweiten Bauabschnitt nahezu erreicht, dieser Abschnitt sei zu 70 bis 80 Prozent fertiggestellt, in Abschnitt drei und vier sei die Basisschüttung weitgehend vorhanden. Die Wallflächen seien unterschiedlich steil, auf halber Höhe sei ein Revisionsweg angelegt. Auf der straßenabgewandten Seite befinden sich Sickermulden für das Regenwasser. Der Aufbau sei flächenhaft erfolgt, das bedeute, das Material sei jeweils über die gesamte Breite aufgebracht und stark verdichtet worden, wobei nicht jedes Material, sondern nur qualitätsgeprüftes Verwendung gefunden habe. Von der geplanten Schüttmenge mit 265.000 Tonnen, seien Stand Ende 2018 bereits 169.000 Tonnen verbaut worden. Das Material stamme vorwiegend aus dem Landkreis Karlsruhe, in geringerer Menge auch aus dem Raum Baden-Baden, Rastatt, Enzkreis. Diese zahlreichen kleinen Lieferstellen bedeuteten einen höheren Verwaltungsaufwand. Bislang waren es 330 Vorgänge in Chargen mit je 500 Kubikmeter, alle seien beprobt und mit Fotos und Unterlagen versehen. Die Wände bestehen aus 6,50 Meter hohen hoch absorbierenden Elementen und wurden von September bis Dezember 2018 hergestellt. Die Verspätung sei massiven Abstimmungsproblemen mit dem Regierungspräsidium geschuldet. Auf einem Bild zeigte Ludwig den eingebauten Torsionsbalken, der die an dieser Stelle im Untergrund querende Pipeline vor Erschütterungen schützen soll. Zu den Kosten berichtete Ludwig, seien im Ausgangspunkt der Gemeinde 1,33 Millionen zu vergüten gewesen. Durch einige erforderlich gewordene Nacharbeiten aufgrund des schlechten Untergrunds, mehrere Planänderungen auf Veranlassung des Regierungspräsidiums sei das Guthaben der Gemeinde auf rund 500.000 Euro netto zusammengeschmolzen. Bürgermeister Eric Bänziger zog dennoch ein positives Fazit. Der Bau sei ohne Probleme verlaufen, alle Schwierigkeiten hätten umgangen werden können. Die Lkws mussten nicht durch die Waldbrücke fahren. Der Zeitplan sei eingehalten, drei Fünftel der Massen schon eingebaut und die Qualität des Materials sei gesichert. Er werde im Frühjahr mit dem Gemeinderat eine Besichtigung vornehmen. Der Gemeinderat stimmte einstimmig zu. Nicolas Zippelius (CDU) meinte abschließend, der Lärmschutzwall sei „wichtig zum Schutz der Bevölkerung in der Waldbrücke“ und Timo Martin  (WBB) befand es „gut, dass ein Ingenieurbüro mit der Kontrolle beauftragt wurde“. Das habe sich als Gewinn für alle erwiesen. Auf Nachfrage von Fritz Küntzle (CDU) ob die Fläche des Walls nicht für Aufforstung und damit als Ausgleichsfläche tauge, meinte Ludwig, doch. 3,4 Hektar der gerodeten Waldfläche seien an anderer Stelle ausgeglichen worden, 1,7 Hektar könnten auf den flachen Böschungen des Walls bepflanzt werden.

Text: Gemeinde Weingarten
Bild: Symbolbild, Pixabay