Flächennutzungsplan 2030 – Was verändert sich für Weingarten?

Ein Bericht aus dem Gemeinderat (TBR): 

Der Flächennutzungsplan 2030 soll jetzt in die Offenlage gehen. Ortsbaumeister Oliver Leucht erläuterte dem Gemeinderat das Planwerk. In der Fortschreibung gegenüber 2010 habe sich für Weingarten nicht viel geändert. Was die Wohnflächen betreffe, hätten Karlsruhe und Eggenstein-Leopoldshafen ihren Bedarf auf das Gesamtgebiet umgelegt, darum sei auch in Weingarten Entwicklung von Wohnfläche möglich.

Hinzugekommen seien die Flächen des TSV-Geländes mit dem ehemaligen Fußballplatz sowie eine Arrondierung in den Breitwiesen und eine kleinere Fläche zwischen dem Bärentalweg und der Seniorenzentrum. Für die Gewerbeflächen hätten sich seit 2010 keine Veränderungen ergeben, es gebe lediglich Flächen im Tausch. Im Sandfeld sei ein 50 Meter breiter Streifen neu definiert worden, bei der Klebchemie weitere Potenzialfläche und im Höhefeld könnten 50 Meter an den Bestand angefügt werden zur Standortsicherung eines Betriebs. Insgesamt verfüge Weingarten über 14,4 Hektar Potenzial für Wohnbaufläche mit einer Verdichtungsquote im mittleren Bereich, 11,1 Hektar für Gewerbeflächen und 4,2 Hektar Mischfläche. Hinzugekommen sei noch ein Korridor parallel zur BAB 5 als mögliche Trasse für die Erweiterung der Bahngleise.

Dazu erinnerte Wolfgang Wehowsky, dass der Gemeinderat eine Resolution an den Bundesverkehrsminister gesandt habe des Inhalts, dass eine Trasse auf Weingartner Gemarkung abgelehnt werde. Das Gremium blieb bei diesem Standpunkt. Ansonsten wurde dem Entwurf des Flächennutzungsplans 2030 zugestimmt. Hans-Martin Flinspach begrüßte, dass im Sandfeld nun die Straße beidseitig bebaut werden könne, kritisierte aber eine problematische Verkehrserschließung im Höhefeld.

Landschaftsplan 2030
Einstimmig zugestimmt hat der Gemeinderat, den Landschaftsplan 2030 zur Offenlage zu bringen.

Der Landschaftsplan sei der Begleitplan der die Ökologie im Flächennutzungsplan behandele, erklärte Ortsbaumeister Oliver Leucht. Der Landschaftsplan dient der Umsetzung der Ziele des Naturschutzes, der Landschaftspflege und der Erholungsvorsorge. In einem ausführlichen und Jahre dauernden Prozess unter intensiver Beteiligung der Öffentlichkeit wurden Ideen und Visionen entwickelt für die Weiterentwicklung der Landschaft unter Berücksichtigung von Interessenskonflikten zwischen Freizeitnutzung und Schutz von Natur- und Landschaftsbild. Auf dieser Grundlage wurde schrittweise ab 2015 das Handlungsprogramm für das Gebiet des Nachbarschaftsverbands Karlsruhe ausgearbeitet. Betroffen seien die Naturräume Kraichgau und Kinzig-Murg-Rinne. Das Ergebnis sei in drei Karten festgehalten: „Freiraumstruktur und Landschaftserleben“, „Naturhaushalt“ und „Natur- und Landschaftsschutz“.

Bericht: Gemeinderat, Weingarten
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