Es geht los: Weingartner Musiktage Junger Künstler

Das Musikfestival startet am 6. Oktober seine Reihe von 10 Konzerten. Das berichtet der Veranstalter:

Die Weingartner Musiktage Junger Künstler setzen ihre 33. Konzertreihe fort und bringen von Freitag, 12.10. bis Sonntag 14.10. in vier Konzerten die “Young Elites”, SWR2 New Talent, das Kinderkonzert und Duo Tuba & Harfe.

Seit vielen Jahren fördern die Weingartner Musiktage die Stars von morgen. Bei den “Young Elites” erhalten am 12.10. im Turmzimmer des Rathauses ausgewählte Nachwuchskünstler ihr Podium. Die Akteure sind dabei Preisträger des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ und des Deutschen Musikwettbewerbs.

Maciej Frąckiewicz, geboren 1988 in Bialystok, Polen, wurde 2018 mit dem Hauptpreis des Deutschen Musikwettbewerbs und dem Publikumspreis in Bonn ausgezeichnet. Er gilt als einer der wichtigsten Akkordeonvirtuosen unserer Zeit.  2013 war er Preisträger der polnischen Kulturpreise Paszport Polityki und Fryderyk. 2015 erhielt er den GWK-Förderpreis Musik, Münster, und 2017 den Folkwang Preis, Essen.  Er spielt Werke von Schnittke, Piazzolla, Lutosławski, W. A. Mozart, Tabakiernik und Semionov.

Kammermusik war Charlotte Stickel (Bratsche) immer ein besonderes Anliegen. Mit ihrem Streichquartett gewann sie 2014 bei Jugend musiziert bereits einen Bundespreis. 2018 erhielt sie in der Duowertung zusammen mit Jeremias Hilschmann (Klavier) einen ersten Preis sowie den Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werks von Johann Nepomuk Hummel. Der in Karlsruhe geborene Jeremias Hilschmann wurde 2018 in das Pre-College der Musikhochschule Mannheim bei Rudolf Meister aufgenommen.

Naemi Eileen Võsand (Flöte) ist seit April 2018 Jungstudentin an der Hochschule für Musik in Saarbrücken bei Prof. Gaby Pas-Van Riet. Mit ersten Preisen wurde Ihre Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben belohnt, so auch beim diesjährigen Bundeswettbewerb “Jugend musiziert”. Sie wird begleitet von Miho Imada am Klavier.

Die Bundespreisträger Jugend musiziert bringen Werke von Hummel, Taktakishvili und F. Martin zu Gehör.

Der Samstag, 13.10. steht ganz im Zeichen des “SWR2 New Talent” im Festsaal “Zum Goldenen Löwen”. Wie in den letzten Jahren bringt das Weingartner Festival einen Künstler in Zusammenarbeit mit dem SWR2. Dieses Konzert wird auch wieder von dem Hörfunksender aufgezeichnet.

Der in Zwickau geborene Geiger Elin Kolev ist seit Sommer 2017 „SWR2 New Talent“. Seine Karriere begann früh: Sein erstes Konzert mit Orchester gab er mit 7 Jahren, mit 12 spielte er in der New Yorker Carnegie Hall. Neben seinem Geigenspiel ist Elin Kolev gelegentlich auch schauspielerisch tätig: 2010 spielte er im Kinofilm Wunderkinder die Hauptrolle des jüdischen Wundergeigers Abrascha. 2011 verkörperte Elin Kolev den Geiger Bronislaw Huberman in der Dokumentarfilmproduktion Orchestra of Exiles – Bronislaw Huberman unter Regie des oscarnominierten Josh Aronson.

Der griechische Pianist Fil Liotis ist neben seinen Auftritten als Solist auch ein gefragter Kammermusikpartner und Liedbegleiter. Seine Konzerttätigkeit führte ihn zu internationalen Festivals und in wichtige Konzertsäle Europas. Als Solist trat er erfolgreich mit bedeutenden Orchestern und Ensembles auf. Er gewann Preise und Auszeichnungen in nationalen und internationalen Klavierwettbewerben.

Ihr Programm beinhaltet Werke von Franck, Brahms, Enescu und Wieniawsky.

Am Sonntag, 14.10. gibt es die beiden nächsten Konzerte im Festsaal “Zum Goldenen Löwen”.
Um 15 Uhr präsentiert Juri Tetzlaff “Peter und der Wolf” mit von ihm komplett neu überarbeiteten Texten. Es gehört mit seiner Vertonung von Sergej Prokofiew wohl zu den berühmtesten Märchen und ist der Klassiker für Groß und Klein. 
Juri Tetzlaff war 1997 Gründungsmoderator des Kinderkanals KiKA und ist seither dort eines der bekanntesten Gesichter des Senders. Seit 2001 konzipiert und moderiert Juri Tetzlaff klassische Konzerte für die ganze Familie.

Die Musik dazu interpretieren die Süddeutschen Bläsersolisten PROFIVEim spannenden Bläser-Arrangement. Das Ensemble bietet künstlerische Spitzenklasse in der Tradition der Würzburger Bläsersolisten. Die Mitglieder sind allesamt Professoren an deutschen Musikhochschulen

“Besser ohne Worte – Lieder und Arien für Tuba und Harfe” heißt es um 19 Uhr. Dafür haben sich zwei Musiker zusammengefunden, die zu den Besten ihres Fachs zählen.
Andreas Martin Hofmeir gilt als wichtigster Pionier seines Instruments, das er auch als Melodieinstrument im Jazz und – mit der Band LaBrassBanda – in der Popmusik zu etablieren wusste. Er gewann als erster Tubist überhaupt den ECHO Klassik als Instrumentalist des Jahres 2013 und wurde mit nur 32 Jahren zum Professor an die Universität Mozarteum Salzburg berufen.

Andreas Mildner gab schon mit 17 Jahren sein Debüt als Solist mit der tschechischen Kammerphilharmonie Prag, mit gerade einmal 27 wurde er Soloharfenist der Bremer Philharmoniker, zwei Jahre später wechselte er in gleicher Position zum WDR Sinfonieorchester Köln. Mit 31 trat er eine Professur an der Hochschule für Musik Würzburg an.
Quelle.: Weingartner Musiktage Junger Künstler
Bild: Symbolbild Pixabay