Erneut Richtfest gefeiert – alte Häuser nach und nach ersetzt

Ein Bericht von Marianne Lother:
Aller Augen waren auf den Zimmermann gerichtet, als mit seinem
Spruch das Richtfest vollzogen war. Der Neubau, auf dem jetzt der Dachstuhl aufgeschlagen ist, ist der dritte im Zeitraum von drei Jahren. Das Richtfest des ersten von insgesamt fünf wurde am 5. Mai 2017 gefeiert. In einem ambitionierten Bauprojekt ersetzt die Baugenossenschaft Weingarten in der Mülberger Straße die alten und nicht mehr sanierungsfähigen Mehrfamilienhäuser aus den 50er Jahren. Die Genossenschaft, die in diesem Jahr ihr 100. Jubiläum begeht, sieht sich in der Pflicht, ihren Mitgliedern bezahlbaren Wohnraum zu verschaffen und pflegt dazu einen Bestand von derzeit 134 Wohnungen. Wenn aber die Sanierungskosten unwirtschaftlich werden, wird abgerissen.

„Wir hatten das Glück, Handwerker vom Ort und aus der Region zu bekommen“, sagt der Vorsitzende der Genossenschaft, Klaus-Dieter Scholz. „Diese haben wir schon bei der ersten Auftragsvergabe gefragt, ob sie sich auch bei den weiteren Häusern beteiligen würden und uns auf diese Weise langfristig gute Mitarbeit gesichert.“ Er freue sich, „dass Vertreter aller am Bau beteiligten Firmen und Büros beim Richtfest anwesend sind“, begrüßte er die Gäste, allen voran den stellvertretenden Bürgermeister Gerhard Fritscher.

Der Bau verlaufe planmäßig. Das Kostenvolumen liege bei 1,7 Millionen Euro. Es entstehen sechs Wohnungen mit je drei Zimmern
auf rund 80 Quadratmetern Wohnfläche. Das Planungsbüro Torsten Hill habe alle Häuser dreistöckig in Massivbauweise geplant.
Der Rohbau besteht aus Porotonziegeln, die Dachform ist einheitlich ein Satteldach. Die Wohnungen im Erdgeschoss sind barrierefrei, alle Wohnungen haben Balkone und Fußbodenheizung. Im September sollen sie bezugsfertig sein, die Mietverträge beginnen am 1. Oktober.

Alle Wohnungen seien bereits vergeben, sagte Scholz, er habe
lange Wartelisten. So lang, dass er momentan keine weiteren Mitglieder in die Genossenschaft aufnehmen könne da er kurzfristig
keine Wohnung zur Verfügung stehe.

Bericht: Marianne Lother, TBR