Einweihungsfest: Treffpunkt für Freundeskreis Asyl

Das berichtet der Freundeskreis Asyl: 

Der Freundeskreis Asyl hat jetzt ein festes Domizil

Einweihungsfest im ehemaligen „Metaxa“

Mit einem rundum gelungenen Fest für alle Beteiligten feierte der Freundeskreis Asyl einen Meilenstein in seiner Geschichte. Die Gruppe hatte sich bereits vor rund 30 Jahren gegründet, als zum ersten Mal eine nennenswerte Anzahl von Flüchtlingen nach Weingarten kam. Diese kamen zunächst aus Vietnam, später waren es Spätaussiedler und schließlich Kriegsflüchtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien.

2015 traf eine weitere Flüchtlingswelle in Deutschland ein und auch Weingarten wurde für viele Menschen ein neues Zuhause. Der Freundeskreis wurde reaktiviert und seither engagieren sich etliche Weingartnerinnen und Weingartner in verschiedenen Arbeitsgruppen. Es entstanden eine Kleiderkammer, eine Fahrradwerkstatt, das „Café International“, die Gruppe „Lernen“, die Gruppe „Kids & Teens“, „Patenschaften“, „Alltagsbegleitung“, sowie eine Zuständigkeit für Organisation und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Gemeinde hat auf diesen Bedarf reagiert, das ehemalige Gasthaus „Metaxa“ aufgekauft und teilweise dem Freundeskreis für seine Arbeit zur Verfügung gestellt. Eine Arbeitsgruppe erarbeitete ein Nutzungskonzept des Hauses. Alsbald wurden in den vorhandenen Räumen Kurse und andere Veranstaltungen abgehalten. Neu soll jetzt unter anderem ein Computerkurs starten und ab Januar ein offener Treff, jeweils einmal wöchentlich.

Im Sommer dieses Jahres hatte die Firma PPG im Rahmen ihrer Aktion „colorful communities“ das Haus vollständig innen renoviert und gewaltig aufgefrischt. Ehrenamtliche Helfer des Freundeskreises hatten inzwischen die Küche aus gespendeten Teilen neu eingerichtet und am Ende dieses Puzzles stand die heutige Begegnungsstätte. Dieser positive Abschluss wurde am Sonntag mit über 100 Besuchern gebührend gefeiert. Es kamen Kinder und Jugendliche, junge und ältere Erwachsene, „Alteingesessene“ und viele neu Zugezogene aus unterschiedlichen Ländern. Christine Geiger dankte herzlich der Gemeinde, allen, die bei den Renovierungsarbeiten geholfen haben und allen Spendern sowie den Mitgliedern der Arbeitsgruppen.

Bürgermeisterstellvertreter Wolfgang Wehowsky grüßte im Namen des Bürgermeisters und des gesamten Gemeinderates. Ohne die Arbeit der Ehrenamtlichen wäre die Integrationsarbeit nicht zu schaffen, sagte er. Im Gespräch mit Monika Rinke erläuterte Mohamad Ali Younes, er kam 2016 aus Syrien nach Weingarten, dass der Start in der neuen Heimat nicht immer einfach war. Vor allem die deutsche Sprache und die Bürokratie in Deutschland waren für die Familie schwierig zu lernen. Auf die Frage, was ihm in Weingarten gefalle, nannte Herr Younes die Freundlichkeit der Menschen. Ein gegenseitiges „Hallo“ sei hier selbstverständlich während er in der Stadt eine eher abweisende Reaktion auf seinen Gruß erlebt hat.

Danach stellten die einzelnen Ansprechpartner ihre Arbeitsgruppen vor: Wolfgang Pfeifer die neue Computergruppe, Ulrich Schlemmer die „Patenschaften“, wobei er um weitere Mitarbeiter warb, und Susanne Böder das „Café International“. Inga Samwer bastelte mit vielen Kindern glitzernde Weihnachtssterne. Später führten Kalle Hamsen, Mara Wenglein und Hannes Knecht von der Weingartener Theaterkiste pantomimische Szenen für Kinder vor. Siegfried Blattner ließ einige musikalische Beiträge hören und eine Tanzgruppe unter der Leitung von Christina Fromm lud ein zu einem Tänzchen. Die Arbeitsgruppen gaben auf Plakaten mit Fotos und Texten Einblick in ihre Arbeit und Raymond und Marika aus Sri Lanka, eines der ersten Flüchtlingspaare, die in Weingarten ankamen, stellten Gemälde und Näharbeiten aus. Eine afrikanische Suppe und zahlreiche deutsche Kuchen rundeten das bunte Fest des Miteinander kulinarisch ab.

Bild 1: In bester Verfassung lädt das ehemalige Gasthaus Metaxa heute zur Begegnung ein.

 

Bild 2:

Christine Geiger, Sprecherin des Freundeskreises, und Wolfgang Wehowsky, Vertreter des Bürgermeisters, bei der Begrüßung der Gäste

Bild 3: Siegfried Blattner mit interessierten Zuhörern

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