Einblicke in unseren Ort für “Neu-Weingartner”

Neubürgerführung 2019 

Die Führungen für neu zugezogene Familien in Weingarten stoßen seit Jahren auf gute Resonanz. Auch dieses Mal waren 32 Erwachsene und etliche Kinder dabei und folgten dem stellvertretenden Vorsitzenden des Bürger- und Heimatvereins, Klaus Geggus, auf seinen interessanten Pfaden in die Vergangenheit. Zuvor hatte Bürgermeister Eric Bänziger die Teilnehmer begrüßt und an ihrem neuen Wohnort herzlich willkommen geheißen. Die historische Führung begann naheliegenderweise bei der Gründung Weingartens durch die Weißenburger Mönche, die, so Geggus, in „wingarten ultra rhenum“, bereits vor über 1000 Jahren Weinberge bepflanzten und ihre Fässer in einem großen Gewölbekeller unter der heutigen Grundschule lagerten. Im Weiteren folgte
Klaus Geggus der gleichen Route, die er vor wenigen Tagen in der Abenddämmerung als Nachtwächter beschritten hatte. Sie führte durch den romantischen alten Ortskern vom Schulkeller über die Hirschstraße zur heutigen Bundesstraße. An dieser Ecke habe sich einst ein Friedhof befunden, erklärte er, bevor er den Weg vorbei am Christuskreuz in der Kirchstraße zum Bach fortsetzte. Zuvor hatte er noch auf „Stolpersteine“ hingewiesen, die in der Straße eingelassen auf die einstigen Wohnsitze jüdischer Mitbürger hinwiesen. Im Weiteren sprach er von Blütezeit und Niedergang des Ortes, als Weingarten ein reicher Marktflecken
war bis zum 30-jährigen Krieg, der alles dahingerafft hatte. Er berichtete vom „Gailbumber“, vom Walzbach, von den Mühlen und schließlich vom Alten Friedhof, der heute eine gern besuchte Parkanlage ist.

Die Zuhörer zeigten großes Interesse, freuten sich aber auch über den gelungenen Abschluss in der Winzergenossenschaft, wo der Rundgang mit einer kleinen Weinverkostung endete.

Text: Turmbergrundschau, Marianne Lother
Bild: Symbolbild, MeinOrt Archiv