Digitaler Unterricht – Schule in Zeiten von Corona

Ein sehr interessanter Bericht aus der Turmbergrundschau zum Thema “Turmbergschule im Corona-Modus”

Die Schule ist geschlossen und der Schulhof ist abgesperrt. Seit dem 17. März  sind die Weingartner Schulkinder zu Hause und werden es bis 20. April auch bleiben. Aber sie lernen trotzdem.

 

Die Digitalisierung macht’s möglich

Rektorin Karin Sebold und einige Lehrkräfte der Gemeinschaftsschule gaben Einblick in einen ungewöhnlichen, aber trotzdem funktionierenden Schulalltag, der statt im Klassenzimmer zu Hause am PC stattfindet. „Für jede Klassenstufe ist auf der Homepage ein eigener geschützter Bereich installiert, zu dem die Schülerinnen und Schüler über ein Passwort Zugang haben“, erklärt die Rektorin. Zugleich hätten die Kinder große – elektronische – Lernpakete mit nach Hause bekommen. Aus den Berichten ihres Kollegiums ist deutlich herauszuhören, dass die Sache funktioniert.

 

Die Lehrer packen Aufgabenpakete

Die Schüler gehen die Aufgaben motiviert an und die Eltern sind froh, dass diese Möglichkeit geboten wird. Andrea Bürgstein, Deutschlehrerin in Lerngruppe 6, hat ihren Schützlingen ein auf drei Wochen angelegtes Lesetagebuch auf drei Niveaustufen erstellt. Hierbei handelt es sich um neuen Stoff, den sich die Jungen und Mädchen selbständig erarbeiten. Unterstützung erhalten sie über Lernvideos und Hilfeblätter. Mit einer speziell von ihr erstellten Rechtschreibmappe können die Schüler üben und ihre Kenntnisse vertiefen. Übereinstimmung herrscht unter den Lehrerkolleginnen und –kollegen, was den Kontakt mit den Schülern zu Hause angeht. Durch engen Austausch werden das Pensum und die Inhalte stets kontrolliert und angepasst. Wichtig sei ihr, sagt Andrea Bürgstein, den Eltern und Schülern immer mal wieder ein paar Mut machende Worte zu schreiben.

 

Selbständiges Lernen ist gefragt

Außerdem mache sich das jahrelange selbständige Arbeiten in der Gemeinschaftsschule jetzt bemerkbar.

Anja Werstein, Englischlehrerin in Lerngruppe 6, berichtet von einer Klassenchallenge in einer English App, die von einigen Schülern rege genutzt werde. Laura Scheer und Tobias Wörner, Mathematiklehrer in Lerngruppe zehn, erhalten von ihren Schülern jeden Freitag eine Mail, in der die Jugendlichen bestätigen, den Lernjob der Woche, der Prüfungsaufgaben enthält, erledigt zu haben. Felix Freiburger korrigiert die Deutschaufsätze der Zehner über die Materialplattform der Schule und bespricht sie in Kleingruppen per Videokonferenz. Auch Bettina Appelt bestätigt: „Das Arbeiten von zu Hause klappt gut.“ Ihre Schüler seien es gewohnt, sich manche Inhalte selbst zu erarbeiten oder mit Lernvideos zu arbeiten. Bei Fragen kontaktieren die Schüler die Lehrkräfte telefonisch oder via Videotelefonie.

 

Nur positive Rückmeldungen

Einen sehr regen Austausch mit den Eltern pflegt Birgit König. Durch sehr abwechslungsreich gestaltete Aufgaben, mal als Videosequenzen, Online-Übungen und Audio Dateien vermittelt sie den Drittklässlern echt Spaß an der Sache. Die Eltern danken den Lehrkräften das Engagement mit Rückmeldungen über motivierte Kinder, die die Arbeit ernst nehmen, Fortschritte erzielen und mit Freude drangehen. „Vielen Dank und ein großes Lob an Sie, für Ihre Mühe und die detaillierten Tagesübersichten.

 

Die Schüler finden das nicht schlecht

„Er setzt sich sofort nach dem Frühstück an den Schreibtisch und beginnt zu arbeiten“. – „Er kommt mit den Aufträgen gut zurecht und es macht ihm noch Spaß“. – „Ich finde das großartig, dass Sie mit uns Eltern und auch den Kindern in Kontakt stehen“. – „Wenn meine Tochter zwischendurch mal eine Aufnahme mit ihrer Stimme hört, freut sie sich.“ – „Besten Dank für Ihren Einsatz in dieser für uns alle gewöhnungsbedürftigen Zeit“. Allen sei wichtig, bringt es Andrea Bürgstein auf den Punkt, diese nicht einfache Zeit gemeinsam gut zu überstehen.