Derbysieg, knapp verloren und glücklich gewonnen: Spielberichte der SG Stutensee/Weingarten

Glücklicher Derbysieg für die Damen, knappe Niederlage für die Herren I, dritte Herrenmannschaft gewinnt gegen Tabellendritten: Das sind die Spielberichte der SG Stutensee/Weingarten vom Wochenende:

Damen I

Glücklicher Derbysieg der SGSW gegen Mühlburg

Die Anhänger der Kontrahentinnen von der SG Stutensee-Weingarten und der Turnerschaft Mühlburg erlebten am letzten Spieltag der Vorrunde ein Wechselbad der Gefühle. Am Ende bejubelten dann nur die Gastgeberinnen einen glücklichen 26:25 Heimsieg. Die Gäste aus der Fächerstadt verließen die Sporthalle in Blankenloch dagegen mit hängenden Köpfen. In letzter Sekunde wurde der Turnerschaft noch ein Siebenmeter zugesprochen, den ihre beste Werferin, Evamaria Domin aber nicht verwerten konnte, der Pfosten stand im Wege. Es war wieder einmal eine Begegnung in der keine der Mannschaften wirklich den Sieg verdient hatte. Belohnt wurden die Mädels der Spielgemeinschaft nur deshalb, weil sie bis zum Schlusspfiff mit viel Engagement um die beiden Punkte gekämpft hatten.

Nach den beiden knappen Niederlagen in der vergangenen Saison wollten die Schützlinge von Trainer Werner Weichselmann in dieser Neuauflage unbedingt Revanche nehmen und legten sich in der Startphase entsprechend ins Zeug. Nach zweieinhalb Minuten führte die SG mit 4:0 und schien die Gegnerinnen überrollen zu wollen. Doch die Spielmacherin der Fächerstädter, Evamaria Domin, bremste mit zwei Toren den Lauf der Gastgeberinnen und brachte ihre Farben ins Spiel. Angeführt von Spielmacherin Kim Laura Fetzner hielt die Weichselmann Truppe das Tempo ständig hoch und bauten die Differenz Mitte der ersten Hälfte auf fünf Treffer aus. Aber die Gäste zeigten weshalb sie die letzten drei Begegnungen in der Verbandsliga allesamt gewonnen hatten. In den letzten zehn Minuten des ersten Durchganges hatte der Rückraum der SGSW einige Fehlwürfe zu verzeichnen, die vor allem von Domin eiskalt bestraft wurden. Die Spielmacherin der Turnerschaft erzielte insgesamt neun Tore und war für die Abwehr der SG eine ständige Gefahr. In dem Maß, in dem der Vorsprung schmolz, wurden die Gastgeberinnen zusehends nervöser, retteten die Führung jedoch mit 13:12 in die Pause.

Nach dem Wechsel entwickelte sich die Partie dann zu einem typischen Derby. Keiner der beiden Teams gelang es sich im zweiten Durchgang richtig abzusetzen. Im dritten Viertel schafften es die Damen der Spielgemeinschaft ihre Führung zu verteidigen und lagen kurz vor Mitte der zweiten Halbzeit noch mit 17:16 in Front. Als Lea Burkard eine Zeitstrafe absitzen musste, gingen die Gäste zum ersten Mal in Führung und hatten dann für den folgenden Abschnitt immer wieder die Nase vorne. Die Mädels von Trainer Weichselmann kämpften vor allem im Angriff darum, die richtigen Lösungen gegen die aggressive Deckung zu finden. Der gegnerische Trainer Arndt Heinemeier hatte inzwischen die Spielmacherin Kim Laura Fetzner eng decken lassen und hatte damit das Angriffsspiel der SGSW beträchtlich gestört. Es dauerte einige Angriffe bis Julia Telatinski mit ihren Kollegen neue Wege gegen die Deckung der Gäste fanden. Dann legten die Gastgeberinnen wieder vor, schafften es aber nicht, die Führung entscheidend auszubauen. Der Handballkrimi ging mit einem Gleichstand in die letzte Minute und die Gäste waren in Ballbesitz. Dreißig Sekunden vor dem Ende nahm die TSM noch eine Auszeit und versuchte danach Alles, den „Lucky Punch“ zu setzen. Telatinski gelang es den Gegnerinnen den Ball zu stehlen und schickte Maike Fetzner auf die Reise. Die schnelle Außenspielerin markierte 22 Sekunden vor dem Schlusspfiff die 26:25 Führung und öffnete damit die Tür zum Erfolg im Derby. Aber die Gäste hatten noch genügend Zeit um doch noch einen Punktgewinn zu erzielen. Nach einem ungeschickten Foul der heimischen Abwehr verhängte die Schiedsrichter noch einen Siebenmeter, den Domin aber an den Pfosten nagelte. Die Spielgemeinschaft durfte nach sechzig Minuten einen glücklichen Sieg in diesem Derby feiern.

Trainer Weichselmann gab nach der Partie dann zu, dass der Erfolg durchaus glücklich war: „Wir haben zwar die Anfangsphase mit unserem, hohem Tempo bestimmt, haben dann aber im Verlaufe der Begegnung zu viele technische Fehler gemacht. Auch die offensive Deckung gegen Kim Laura wurde von uns nicht gut gelöst. Für uns wurde das Spiel in der zweiten Hälfte viel mühsamer als zu Beginn. Wir haben uns dann das Leben noch schwerer gemacht, indem wir drei Siebenmeter verworfen haben. Am Ende hatten wir dann das Glück, das man braucht um solche Spiele zu gewinnen.“

Für die SG spielten: Michelle Wehrum, Lisa-Marie Beyer  –  Emilia Baumann (2/2), Kim Laura Fetzner (2), Julia Telatinski (3), Nina Leyerle, Ann-Kathrin Kurz (2), Lea Burkard, Lena Hofmann (3), Laura Friedrich (3), Maike Fetzner (8), Carolin Richter (3), Selina Haak

Für die TSM spielten:  Anna Raschke, Miriam Bastel  –  Evamaria Domin (9/2), Anne Scherer, Mira Wagner (1), Alina Valta (1), Kim Gotzkowsky, Claudia Scheurer (2), Veronika Stangler (3), Melanie Stocker (2), Corinna Rausch, Theresa Knopp (1), Anja Käfer (6/1)

Herren I

SGSW fehlte am Ende ein Schuss mehr Cleverness

Am späten Sonntagnachmittag erlebte die Walzbachhalle ein Spitzenspiel der Badenliga zwischen den Gastgebern SG Stutensee-Weingarten und dem hohen Titelfavoriten HC Neuenbürg. Nach ausgeglichener ersten Hälfte gingen die beiden Kontrahenten mit einem 14:14 Gleichstand in die Pause. In der zweiten Hälfte war es weitgehend eine Begegnung auf Augenhöhe, ehe sich die Enztäler noch mit 28:31 durchsetzen konnten. Die Mannschaft von Trainer Steffen Bechtler fiel durch die erneute Niederlage in der Tabelle auf den sechsten Rang zurück. Die Gäste sind zwar immer noch eine Partie im Hintertreffen, eroberten aber nun den zweiten Rang, da die SG Heidelsheim/Helmsheim zuhause gegen Aufsteiger Plankstadt verlor.

Zu Beginn der Begegnung mussten die Anhänger der SGSW befürchten, dass ihre Mannschaft ein richtiges Debakel erleben wird. Die Jungs von Trainer Erkan Öz bestimmten diesen Abschnitt nach Belieben und legten zunächst ein 1:3 vor. Max Weickum hielt zumindest mit Würfen aus dem Rückraum dagegen, konnte aber nicht verhindern, dass die Gäste auf 4:9 enteilten. Die Hausherren agierten in dieser Phase in der Abwehr nicht konzentriert und fanden im Angriff zunächst ihren Meister in Torhüter Findan Krittek. Trainer Bechtler griff in der 11. Minute das erste Mal zum grünen Karton, aber seine Mannschaft konnte seine neuen Anweisungen nicht sofort umsetzen. Mitte der ersten Hälfte fanden die Hausherren dann immer mehr in ihr System und holten Tor um Tor auf. Beim Stand von 7:9 nahm Neuenbürg eine Auszeit, schloss jedoch den folgenden Angriff nicht erfolgreich ab. Immerhin waren die Gäste in der Lage sich zunächst die drängende Spielgemeinschaft noch vom Leib zu halten. Angeführt von Spielmacher Marvin Morlock bissen sich die Gastgeber aber fest und blieben ständig in Schlagdistanz. Sekunden von dem Pausenpfiff brachte Max Waltert die Harzkugel an Krittek vorbei und markierte damit den Gleichstand von 14:14.

Nach dem Seitenwechsel folgte die beste Phase der Gastgeber. Morlock erhöhte gleich zu Beginn des zweiten Durchganges auf 15:14. Nach dem nächsten Ausgleich für den HCN scheiterte Kai Rudolf von der Siebenmeterlinie an Krittek, versenkte aber den Abpraller zur nächsten Führung. Kreisläufer Nils Pollmer düpierte zweimal die Gästeabwehr und Felix Mügendt legte noch einen drauf, so dass die Spielgemeinschaft sich auf 19:16 absetzte. Als der eingewechselte Pascal Duck einen Siebenmeter von Jonas Kraus parierte wuchs bei den Anhängern der Bechtler Sieben die Hoffnung, dass sie dem Favoriten ein Bein stellen könnte. Eine fragwürdige Zeitstrafe gegen Pollmer brachte dann die Wende in dieser spannenden Begegnung. Das Team aus dem Enztal nutzte die Überzahl eiskalt zu einem 0:4 Lauf und übernahm mit 19:20 wieder die Führung. Aber die SGSW gab nicht nach und drängte immer wieder auf den Ausgleich, was Weickum und Rudolf jeweils mit erfolgreichen Wurfversuchen auch gelang. Weickum hämmerte die Harzkugel zur 22:21 Führung ins Netz der Gäste und nährte damit abermals die Hoffnung, dass seine Mannschaft die Punkte zuhause behalten könnte. Trainer Öz zog den nächsten Trumpf aus der Tasche und wechselte Torwartroutinier Florin Panazan ein. Ein geschickter Schachzug, wie sich herausstellen sollte, denn die Angreifer der Gastgeber scheiterten im letzten Viertel noch häufig an dem erfahrenen Keeper. Dank seiner Paraden und den Toren des ebenfalls eingewechselten Kevin Langjahr zog der HCN vier Minuten vor dem Ende entscheidend auf 25:28 davon. Trainer Bechtler zückte zum letzten Mal den grünen Karton und versuchte seine Jungs noch einmal zu pushen. Am Ende halfen aber alle Bemühungen nichts mehr, denn die cleveren Gäste hatten in den letzten Minuten eindeutig mehr Power und retteten die Führung über die Ziellinie.

Trainer Bechtler musste nach sechzig Minuten anerkennen, dass der Favorit aus dem Schwarzwald wesentlich ausgeglichener besetzt ist wie sein Team: „Mein Kollege hat eben vierzehn gleichwertige Akteure im Team, die alle mit sehr gutem Niveau für die Badenliga ausgestattet sind. Dieser Breite hatten wir im entscheidenden Moment nichts entgegen zu setzen. Meine Mannschaft hat dann auch noch einige Fahrkarten geworfen, als wir dringend weitere Treffer benötigt hätten. Nach unserer Führung zu Beginn der zweiten Hälfte haben wir wieder zu viele Fehler produziert und haben es versäumt den Sack zu zumachen.“

Für die SGSW spielten: Sascha Helfenbein, Pascal Duck – Kai Rudolf (5), Max Waltert (1), Vedran Dozic, Max Weickum (7), Justus Bieberstein, Simon Maier, Jan Lasse van den Heuvel, Nils Pollmer (4), Marvin Morlock (3), Marvin Kikillus (5/1), Felix Mügendt

Für den HCN spielten: Findan Krittek, Florin Panazan – Julian Frauendorfdf (2), Artur Pietrucha (5), Georg Kern, Paul Nonnenmacher, Jonas Kraus (5/3), Arius Angerick (2), Vincent von Witzleben (1), Felix Kracht (4/1), Jannick Nölle (1), Marco Langjahr (8), Kevin Langjahr (3), Timo Bäuerlein

Herren III

Glücklicher Sieg gegen Tabellendritten TSV Rintheim II: 17:16 (6:10)

Glücklich gewann die SG Herren Mannschaft III gegen den Tabellendritten aus Rintheim. Die erste Halbzeit begann unter “Aushilfs-Coach” Chappes nicht gut für die Gastgeber. Sie taten sich schwer den Ball im Tor unterzubringen. Vollbesetzt mit 14 Mann erwarteten sich die Anhänger und Fans einiges mehr. Offensichtlich fehlte jedoch manchen Spielern Harz an den Händen denn sie schaffen es nicht den Ball unter Kontrolle geschweige denn im Tor unterzubringen. Tobias im Tor hatte sehr gute Aktionen und verhinderte so manchen Torwurf der Gäste. Der SG Angriff ließ jedoch sehr zu wünschen übrig und so lag man in der Halbzeit verdient mit 6:10 hinten.

In der Halbzeitpause schien Chappes eine Ansage gemacht zu haben denn die 2. Halbzeit wurde um einiges besser und so stand es nach 37 Minuten 11:11. Daran hatte keiner mehr geglaubt und ab diesem Zeitpunkt wurde das Spiel spannend.

Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. In der 50. Minute stand es 14:16 für Rintheim. Luka setzte sich immer besser in Szene und traf zielsicher das Tor. Den Ausgleich für die SG warf unser Grieche Spyros in der 55. Minute, vier Minuten später gelang unserem “Eigengewächs” Simon Maier das unglaubliche 17:16. Das war zugleich der glückliche Endstand für die SG Stutensee.

Die 2. Halbzeit wurde klar von der Heimmannschaft dominiert die elf Tore erzielte, während die Gäste aus Rintheim nur noch sechs Tore warfen.

Mit Siegeswillen, Kampfkraft und konsequenter Abwehr gewannen die Gastgeber ihr Heimspiel.

Weiter so Jungs, das war richtig super und die Stimmung in der Walzbachhalle kochte fast über!!!

Es spielten: Tobias (Tor), Ede (Tor), Felix Hartmann, Jonas Hartmann, Matthias Weng (5/3), Jens Lengert (2), Frank Schmitt (1), Leo Schmitt, Oliver Eisenmann, Felix Bader, Jan Lasse van den Heuvel, Spyridon Bellias (1), Luka Jurisic (7), Simon Maier (1)

Berichte: SG Stutensee/Weingarten
Bild: Symbolbild, Pixabay