Derby-Sieg! Germanen jubeln auch in Schifferstadt

Dritter Sieg für die Germanen! Beim 16:13 in Schifferstadt konnten sich die Trainer Frank Heinzelbecker und Waldemar Galwas am Samstagabend vor allem auf ihre russische Freistil-Achse verlassen. Auch zwei Kubaner feierten ein erfolgreiches Saisondebüt.

Vor dem badisch-pfälzischen Derby in der Wilfried-Dietrich-Halle stand der erste Stilartwechsel der Runde an. Heißt: Zum Auftakt in der 60-kg-Klasse wurde im griechisch-römischen statt im freien Stil gerungen. Weingartens Reineri Andreu bekam es dabei mit dem früheren Junioren-Weltmeister Akhmed Idrisov zu tun und musste sich überraschend deutlich mit 0:7 geschlagen geben. Da seine kubanischen Landsmänner, der frisch gebackene Vize-Weltmeister Oscar Pino und der mehrfache Panamerika-Champion Luis Orta, bei ihrer anschließend technisch überhöhte Siege gegen Fatih Cakiroglu und Marvin Scherer einfuhren, war diese Delle aber schnell ausgemerzt. Auch Ex-Junioren-Weltmeister Shamil Musaev hatte mit Murad Gadzjimuradov keine Mühe und holte durch ein 16:0 Weingartens dritten Vierer in Folge. Ein verbissenes Gefecht auf Augenhöhe lieferten sich hingegen einmal mehr Alejandro Valdes und Murshid Mutalimov. Hatte der Germane vor zwei Wochen in der Mineralix-Arena noch knapp das bessere Ende für sich, unterlag er diesmal aufgrund der letzten technischen Wertung mit 0:1 Mannschaftspunkten. Seine erst vierte Niederlage im insgesamt 39. Kampf für den SVG.

Nachdem Jan Fischer zu Beginn der zweiten Hälfte das rein deutsche Duell mit Ilyas Özdemir mit 6:0 für sich entschieden hatte, feierte ein neuer Mann sein Debüt im Germanen-Trikot: der russische Routinier Adam Kurak. Mit dem zähen Sanal Semenov hatte der zweimalige Europameister allerdings gleich einen schweren Brocken vor sich und unterlag letztlich mit 1:7. Kuraks Landsmänner Akhmed Magamaev (3:1 gegen Alik Shebzukov) und Khalil Aminov (4:2 gegen Akhmet Shokumov), der ebenfalls erstmals für die Walzbach-Staffel auf die Matte ging, lösten ihre Aufgaben aber und machten den Weingartener Auswärtssieg somit vorzeitig perfekt. Die abschließende 0:5-Niederlage des ungarischen Neuzugangs Laszlo Szabo gegen Kazbek Kilou fiel da genauso wenig ins Gewicht wie die sechs Mannschaftszähler, die die Germanen dem VfK überlassen mussten, weil sie mit einem Deutschen zu wenig angetreten waren.

Die Einzelergebnisse im Überblick
60F: Akhmed Idrisov – Reineri Andreu 7:0 (2:0)
63G: Marvin Scherer – Luis Orta 0:16 (0:4, TÜ)
67F: Murshid Mutalimov – Alejandro Valdes Tobier 4:4 (1:0)
72G: Sanal Semenov – Adam Kurak 7:1 (2:0)
77F: Akhmet Shokiumov – Khalil Aminov 2:4 (0:1)
77G: Kazbek Kilou – Laszlo Szabo 5:0 (2:0)
87F: Arik Shebzukov – Akhmed Magamaev 1:3 (0:1)
87G: Ilyas Özdemir – Jan Fischer 0:6 (0:2)
97F: Murad Gadjimuradov – Shamil Musaev 0:16 (0:4, TÜ)
130G: Fatih Cakrioglu – Oscar Pino 0:15 (0:4, TÜ)
Endergebnis: 13:16

 

Quelle:Thomas Reuter