Das Ferienspaß-Programm ist in vollem Gange

Ferienspaß auf dem Acker mit „Flurkultur“
Frisch „vom Acker in den Mund“

durften heute acht Ferienspaßkinder die Gartenfrüchte des Schulackers kennenlernen und verkosten. Nicht nur das. Sie lernten dabei reichlich viel über Samen, Pflanzen, Pflegen und Gartengeräte und erfuhren manche interessanten Tipps von Isabell Hauth, Projektleiterin des Vereins „flurkultur“ e.V., der diesen Schulgarten für die Turmbergschule angelegt hat und mit einigen Fünft- und Sechstklässlern als Arbeitsgemeinschaft betreut. „Wir wollten gerne beim Ferienspaß mitmachen“, erklärt Isabell Hauth, „denn die jetzigen Grundschüler werden später Schüler der Gemeinschaftsschule und dann ist es toll, wenn sie diesen Garten schon kennen“. Aber sie musste beileibe nicht bei null anfangen. Die Zeiten, in denen Kinder sagen, die Milch kommt aus der Tüte und die Kuh ist lila, scheinen offensichtlich vorbei zu sein.

In der Kennenlernrunde sollte jedes Kind sein Lieblingsgemüse nennen. Für Salome, Fabian und David waren Karotten Spitzenreiter, Martha und Jara bevorzugten Tomaten, Mica und Sabine mochten am liebsten Paprika und Gustav Broccoli. Kleine Samen im Lupenglas zu erkennen war auch nicht schwierig, solange es gängige Samen waren wie beispielsweise Kresse, die jedes Kind im Kindergarten schon einmal ausgesät hat oder Paprika, die heute vielfach in der Küche verwendet wird. Die kleine Pflanzschaufel identifizierten die Kinder sofort, etwas unbekannter war ein länglich-schmales und ganz gerades Metallgerät. Es war ein Unkrautstecher. Eine Hacke war auch kein Problem, denn die Zähne der Hacke lockern den Boden. Dazu ergänzte Isabell: Durch das Hacken werden die Kapillarröhren im Boden aufgebrochen, was verhindere, dass das Wasser zu schnell abfließe. Somit könne der Boden mehr Wasser aufnehmen, die Pflanzen könnten besser wachsen. Nach dieser kleinen Werkzeugkunde zeigte sie den Jungen und Mädchen die Beete. Sie versäumte nicht, darauf hinzuweisen, dass zu berücksichtigen sei, welche Pflanzen sich vertragen und welche nicht und dass platzsparenderweise zwischen die Reihen auch Kräuter gesät werden können. So stand passend bei den Tomaten gleich das Basilikum, „es fehlt nur der Mozzarella“, meinte sie augenzwinkernd. Sehr ordentlich gewachsen waren Mangold und Kohlrabi. Aber was war mit den Frühkartoffeln? Kraut und Stängel waren völlig braun. „Vertrocknet“ meinte ein Junge. „Nein“, meinte ein anderer, „wenn das Kraut verwelkt, sind die Kartoffeln reif.“ „Au ja, wir ernten“ freuten sich die Kinder. So sollte es auch sein, aber zunächst wartete noch Arbeit auf sie. „Wozu ist die Hacke gleich nochmal da?“ war jetzt die Frage und mit der Hacke kam auch das zweite Werkzeug zum Einsatz und in zwei Gruppen bearbeiteten die Kinder die Fläche, mühten sich mit dem Unkraut und lockerten den Boden. Am Ende gab es tatsächlich etwas zu ernten und sogleich zu schnabulieren.

Text: Mariane Lother TBR

Bild: Symbolbild