Crémant bei der Weinmanufaktur erhältlich

Hier findet Ihr einen Bericht aus dem Amtsblatt der Gemeinde Weingarten (Baden) zur Präsentation des 1. Weingartner Crémant:

Der erste Weingartner Crémant ist da!

Das mit viel Spannung erwartete Produkt, der erste Weingartner Crémant, erfüllte die Produzenten bei der ersten Verkostung mit viel Freude. Anfang der Woche war die erste Charge aus der Sektkellerei Wachenheim geliefert worden, die den Grundwein aus Weingarten im Champagnerverfahren zu Crémant verarbeitet hatte. Volker Hartmann, Kellermeister der Weinmanufaktur Weingarten, stellte ihn den beteiligten Winzern vor. „Eine ganz sanfte Perlage, ein angenehmes Säurespiel und eine hervorragende Frische“ lautete übereinstimmend das anerkennende Urteil.

„Das ist schon etwas ganz Besonderes und eine Ehre, wenn der Kellermeister fragt, ob man da mitmachen möchte“, sagte Winzer Michael Ritter. Für ihn wie alle anderen war es Ehrensache, nur handgelesene Ware von allererster Güte anzuliefern. Unter anderen auch von seinen Reben stammen die Weißburgundertrauben, die mit 40 Prozent den größten Anteil ausmachen. Für einen Crémant ist vorgeschrieben, was hinein darf, aber nicht muss. Grauburgunder ist mit 23 Prozent beteiligt, Riesling und Spätburgunder mit kleineren Anteilen. Manche Reben seien schon aus den 60er Jahren und brächten dem Grundwein viel Mineralität und Substanz erklärte Winzer Gerd Siegrist. Von Bernd Grimm aus Helmsheim stammen die Spätburgundertrauben.

Trotz der Rotweinbeimischung zeigt der Crémant im Glas ein klares helles Zitronengelb. „Das kommt, weil die Trauben sehr schnell gepresst wurden und nicht auf der Maische gelegen haben“, erklärt Grimm. Damit das Traubengut nicht vom eigenen Gewicht zerdrückt werde, habe er für die Lese eigens kleine Behälter verwendet und sie auf dem kürzesten Weg vom Weinberg in die Presse gebracht. Bürgermeister Eric Bänziger, selbst beteiligter Hobbywinzer, stellte die Frage, warum die Winzergenossenschaft Schliengen diesen Edeltropfen nicht selbst hergestellt, sondern ihrer Tochtergesellschaft anvertraut habe. Die Idee stamme von seinem Kollegen in Schliengen, dem Kellermeister Michael Nussbaumer, berichtete Volker Hartmann. Aber Schliengen verfüge nicht über die erforderliche Ausstattung.

Die Trauben brachten 80 Grad Mostgewicht und zehn Prozent Alkohol, durch die zweite Gärung habe der Crémant jetzt 13 Prozent Alkohol. Mit sechs Gramm Restzuckergehalt sei er als „Brut“ zu bezeichnen. Es gebe noch eine zweite Charge mit 2020er Trauben, diese mit zusätzlich Schwarzriesling.

Der Kellermeister, der auch den verhinderten Chef der Weinmanufaktur Frank Gauss vertrat, war sichtlich stolz: „Auf dem Etikett steht Weinmanufaktur Weingarten, das freut mich am meisten“. Der 2019er Crémant-Jahrgang ist ab sofort bei der Weinmanufaktur erhältlich.

Text: Turmberg-Rundschau Gemeinde Weingarten