Baugenossenschaft größter Wohnungsanbieter in Weingarten

Bericht aus der TBR: Jahreshauptversammlung der Baugenossenschaft

In aktuellen Zeiten des Mangels an bezahlbarem Wohnraum hat
die 100jährige Baugenossenschaft Weingarten die richtige Antwort. Sie schafft bezahlbaren Wohnraum. Nicht ohne Stolz berichtete ihr Vorsitzender Klaus-Dieter Scholz auf der Jahreshauptversammlung, die Baugenossenschaft sei „gegenwärtig der größte Wohnungsanbieter in Weingarten“. Im Rahmen des Projekts, nicht
mehr sanierungsfähige Häuser durch Neubauten zu ersetzen, werde innerhalb von drei Jahren aktuell bereits der dritte Neubau errichtet. Im selben Zeitraum sei es gelungen, den Wohnungsbestand von 124 Wohneinheiten auf 134 Wohneinheiten zu erhöhen. Dennoch sei die Vermögenslage solide und mit einer Bilanzsumme von rund 8,3 Millionen Euro mehr als zufriedenstellend. Der Bilanzgewinn betrage rund 16.400 Euro. Ein Teil davon soll als Dividende in Höhe von drei Prozent an die Mitglieder ausgeschüttet werden, was die Anwesenden einstimmig befürworteten.

Der größere Restanteil werde der freien Rücklage zugeführt. Die Genossenschaft erziele Einnahmen aus der Wohnungsbewirtschaftung, tätige aber auch Aufwendungen für Reparaturen und Verbesserungen, schwerpunktmäßig im Bereich Heizung, Sanitär, Fenster und dergleichen. Wirtschaftsplan und Finanzierungsplan für die nächsten fünf Jahre sowie beständiges Controlling seien Sicherungselemente, die das Unternehmen vor finanziellen Risiken schützen und die Ordnungsmäßigkeit in allen Bereichen garantieren. Vorstandschaft und Aufsichtsrat arbeiteten „nach dem Prinzip der Vorsicht“.

Somit sei auch für das Geschäftsjahr 2019 mit einem positiven Jahresergebnis zu rechnen. Der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Weickum bestätigte die regelmäßige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Vorstand, eine tadellose Kassenführung und erklärte, der Aufsichtsrat schließe sich dem Gewinnverwendungsvorschlag an. Auch die gesetzliche Prüfung durch den Verband baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen für das Geschäftsjahr 2017 sei zur vollsten Zufriedenheit ausgefallen. Aufsichtsrat und Vorstand wurden einstimmig entlastet.

Zum Schluss wies Scholz auf das bevorstehende Richtfest des dritten Neubaus hin und auf die Feierlichkeiten zum 100. Jubiläum am 25. Oktober. Bürgermeisterstellvertreter Gerhard Fritscher dankte der Baugenossenschaft für ihre gute Arbeit. Solche Leistungen könne „kein anderer bieten, auch nicht die Gemeinde“. Eventuell werde die Gemeinde sogar das eine oder andere Bauprojekt der Baugenossenschaft übergeben.

Text aus der TBR
Bild: Symbolbild, Pixabay