B3 teilweise gesperrt – Bauarbeiten an der Kreuzung zur Burgstraße

Bericht aus dem Gemeinderat: 

Der Umbau der Abwasser- und Trinkwasserleitung im Bereich der Kreuzung mit der Bundesstraße wird auf der Baustelle Burgstraße wesentlich umfangreicher als geplant ausgeführt werden. Die Ursache hierfür ist ein Revisionsschacht, in dem die Armaturen der Trinkwasserleitung eingebaut sind. Die Lage inmitten des Kreuzungsbereich mache erforderliche Revisionsarbeiten durch das Verkehrsaufkommen nahezu unmöglich, außerdem entspreche das Schachtbauwerk nach Einschätzung des Wassermeisters der Gemeinde nicht mehr zeitgemäßem Stand der Technik, berichtete der Fachbereichsleiter Tiefbau, Gerd Weinbrecht, dem Gemeinderat. Darum soll das Schachtbauwerk abgebrochen und ein zeitgemäßes Schieberkreuz östlich, in Richtung Steigweg versetzt, eingebaut werden. Durch diesen erhöhten Arbeitsumfang soll die Leitungserneuerung nun in sechs Arbeitsphasen vollzogen werden. Die Mehrkosten für die kleinteilige und aufwändige Arbeit betragen rund 100.000 Euro. Diese Summe sollte der Gemeinderat überplanmäßig genehmigen. Dazu kam zunächst Widerspruch seitens der WBB auf. Timo Martin monierte, die Vorlage sei zu spät zur Kenntnis gebracht worden, so dass eine Abstimmung in der Fraktion nicht mehr möglich gewesen sei. Bürgermeister Eric Bänziger erklärte diesen Umstand damit, dass die Genehmigung für diesen Eingriff durch das Regierungspräsidium erst am selben Tag im Rathaus eingetroffen sei. Für die Arbeiten sei eigentlich eine Vollsperrung der Bundesstraße erforderlich. Diese Sperrung hätte eine Zeitersparnis von zwei bis drei Wochen gebracht, was aber dem Regierungspräsidium nicht lang genug erschienen sei, um deswegen eine Bundesstraße zu sperren. Dementsprechend wurde keine Vollsperrung genehmigt, sondern die Arbeiten werden jetzt unter halbseitiger Sperrung der B 3 vorgenommen. Außerdem sei die Firma jetzt zugange und mit einer Verschiebung der Arbeiten sei nichts gewonnen. Die Preise würden nicht billiger und eine neue Baustelleneinrichtung werde erforderlich. Damit war das Gremium überzeugt, nicht jedoch von der Notwendigkeit der Sache selbst. Nur „schwer zugänglich“ sei kein Argument, beharrte Martin. Erst der nachdrückliche Hinweis auf die Notwendigkeit, die alten Asbestzementbauteile auszutauschen – „Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel“ – fand die überplanmäßige Ausgabe einstimmige Zustimmung. Die Mehrausgaben fließen in die Gebührenkalkulationen der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung ein und führen zu entsprechenden Gebührensteigerungen in den Folgejahren.

Die Bauarbeiten im Kreuzungsbereich beginnen nach dem Straßenfest.  Derzeit werde am Kreuzungsbereich Breitwiesenweg mit Hochdruck gearbeitet, um die Tiefbauarbeiten bis zum 12. Juli fertigzustellen. Danach werde die Straßendecke provisorisch geschlossen, damit die Straße als Umleitungsstrecke für die während des Straßenfestes vom 12. bis zum 14. Juli gesperrte Bundesstraße befahrbar sei.

Bericht: TBR, Marianne Lother
Bild: Symbolbild Burgstraße, MeinOrt