Arbeiten am Wasserrad

Die Verkalkungen sind massiv und schwer zu entfernen.

Mit dem Bohrmeißel arbeiten die beiden Männer des gemeindlichen Bauhofes daran, das Stahlgestänge des Wasserrads im Walzbach zu säubern. Die Schaufeln sind bereits großteils abmontiert. Diese Reinigungsarbeit sei der letzte Schritt, nach dessen Fertigstellung die alten verbrauchten Holzschaufeln durch neue Kunststoffschaufeln ersetzt werden können, berichtete Wolfgang Wehowsky, Vorsitzender des BürgerHeimatvereins, in dessen Verantwortung das Wasserrad betrieben wird. Dieser Austausch hätte bereits im Juli 2017 erfolgen sollen, wurde aber immer wieder durch Störungen im Betrieb ausgebremst. Eine Leckage von Getriebeschmieröl im Juni 2017 führte zwar durch sofortiges und umsichtiges Handeln des Ortsbauamtes und der Verantwortlichen des Bürger- und Heimatvereins zu keinem Gewässerschaden, erforderte aber eine sofortige Stilllegung dieser touristischen Attraktion. Im Verlauf einer umfangreichen Inspektion wurden weitere Defekte an den Sicherheitseinrichtungen und gravierende Mängel festgestellt. Eine Fachfirma wurde mit der Beseitigung beauftragt. Der erste Reparaturschritt umfasste die Erneuerung der gesamten Elektronik und den Austausch der Steuerungselemente. Der Einbau eines neuen Hydraulikzylinders mit Notfallklappe war erforderlich, der aber erst nach mehreren Monaten geliefert wurde. Infolgedessen blieb das Rad bis Ende 2018 außer Betrieb. Anfang 2019, das Rad war nur wenige Wochen in Betrieb, entstand ein weiteres mechanisches Problem. Erst mit der Installation des seitens der Fachfirma umgebauten und angepassten Hydraulikaggregats war ein systemgerechtes Schließen der Notfallklappe möglich. Zu guter Letzt griff die Gemeinde dem ehrenamtlich arbeitenden Wasserradteam unter die Arme und schickte den Bauhof mit entsprechendem Gerät. Jetzt hoffen die Mitglieder des Bürger- und Heimatvereins auf ein zügiges Ende der Reparaturarbeiten, damit im Spätjahr 2020 ein offizieller Starttermin des generalsanierten Wasserrades stattfinden kann. Der Termin erfolgt in Abstimmung mit der Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe, die der Gemeinde Beträge aus ihren Erträgnissen zur Verfügung gestellt hat und damit wesentlich zum Erhalt des Weingartner Wahrzeichens beiträgt.