Ampeln, Tempo 30, Umleitung – Infoabend Jöhlinger Straße

Aus dem Bericht der Gemeinde Weingarten in der Turmbergrundschau

Der erste Bauabschnitt soll demnach Mitte Mai 2019 fertig sein, kurz darauf beginnt der zweite.

Tempo 30 erforderlich
Wie die Planer der Baustelle und die Gemeinde beim Infoabend berichteten, sei eine einseitige Gehwegbreite von mindestens 1,50 Metern vorgegesehen. Eine Fahrbahnbreite von 5,90 Meter bis sechs Metern bei beengten Verhältnissen ermögliche einen Begegnungsverkehr von zwei Autos oder einem Auto und einem LKW. An der engsten Stelle zwischen Schafstraße und Blumenstraße soll eine 15,50 Meter lange Verschwenkung eingebaut werden, die die Straßenbreite auf fünf Meter reduzieren wird. Unter anderem aufgrund eines Hausvorsprungs und der Gehwegbreite.

Um diese Verkehrsführung zu gewährleisten, sei ein durchgängiges Tempo 30 nötig. Damit einhergehend sollen vier stationäre Blitzer installiert werden.

Charakter einer “engen Straße” erwünscht – Ampeln geplant
Laut Bürgermeister Eric Bänziger sei der Charakter einer “engen Straße” für die L559 durchaus erwünscht. “Beim ehemaligen Weingut Schäfer solle eine Fußgängerampel installiert werden, eine zweite beim Katzenbergweg anstelle des bisherigen Zebrastreifens. Die Pfosten auf der Südseite sollen zugunsten der Barrierefreiheit entfernt, aber die Straßenkante mit Hochbords ausgestattet werden”, so die Gemeinde weiter.

Die Anwohner zeigten sich damit in der anschließenden Diskussion nicht einverstanden, alleine die geplante Pfosten wurden positiv angenommen, da sie Sicherheit vor rücksichtslosen Autofahrern gewähren würden.

Bänziger: “Landesstraßen liegen in der Verantwortung des RP”
“Immer wieder machte Bänziger deutlich, er bedauere, dass das Regierungspräsidium seine Position nicht selbst vertrete, denn es handele sich um eine Landesstraße. Eigentümer sei das Land und das müsse den Anspruch auf die „Leichtigkeit des Verkehrs“ erfüllen. Darum sehe er sich gezwungen, als Bürgermeister von Weingarten auch die andere Seite darzustellen. Die Baumaßnahme solle möglichst allen Interessen gerecht werden. Nach den Regelwerken für den Ausbau von Landesstraßen sei auch die Forderung der Interessengemeinschaft nach einer Fahrbahnbreite von nur 5,50 Meter nicht machbar. Um das bisherige „Lückenspringen“ zu vermeiden, solle auf der Straße nur noch in wenigen Zonen geparkt werden und dort nur noch zu bestimmten Tageszeiten: Nachts, am Wochenende und außerhalb der Hauptverkehrszeiten, also morgens vor sechs und abends nach 19 Uhr. Von 6 Uhr morgens bis 9 Uhr und von 15 bis 19 Uhr sei dort absolutes Haltverbot.

Als eine Zuhörerin darauf hinwies, dass sie dann nicht mehr anhalten könne, um ihr Hoftor auf- und abzuschließen, räumte er ein, dass dieser Vorschlag eine Schwachstelle sei. Auf dem Grundstück „Schäfer“ werde ein Parkplatz geschaffen”, das berichtet die Gemeinde weiter.

Überörtliche Umleitung bleibt
Während des Bauablaufs soll die überörtliche Umleitung bestehen bleiben. “Es gibt keine Alternative”, so die Bauplaner. Während des gesamten zweiten Bauabschnitts können die Anwohner ihre Häuser mit dem Auto nur zu bestimmten Zeiten erreichen – nur wenn die laufenden Arbeiten pausieren. Parken am Friedhof oder auf der Setz wären möglich, da der Katzenbergweg während des zweiten Bauabschnitts einspurig befahrbar bleibt.

Quelle: Turmbergrundschau
Bild: Archiv