Ab 14. Mai: Neue Ausstellung im Rathaus

Ein Bericht der Gemeinde: 

Rund 20 Jahre ist es her, als Lydia Pfeiffer im Urlaub auf der italienischen Insel Ischia weilte. Schon immer hatte sie das Meer geliebt, Wasser, Wellen und die unendliche Weite. So kam es, dass sie gedankenverloren eine kleine Skizze zu kritzeln begann, als plötzlich jemand zu ihr sagte: „Sehr schön“. Es war der erste Impuls zu einer Entfaltung ihres Talents. Der zweite Anstoß kam aus ganz anderer Richtung. Lydia Pfeiffer arbeitete damals am KIT als Technikerin und ihr Chef war Hobbymaler. „Malen lernt man durch malen“, empfahl er ihr. Dann war es ihr Ehemann, der Fakten schuf und ihr Malutensilien besorgte. Bestärkt von so viel Rückenwind unternahm sie die ersten Schritte, sich autodidaktisch in Maltechniken auszubilden. Bei einer Vernissage im Stutenseer Rathaus lernte Lydia Pfeiffer, die in Staffort lebt, die Malgruppe Bickel kennen. „Berthold Bickel ist solch ein ruhiger Mann, so bodenständig und überhaupt nicht arrogant“, sagt sie rückblickend. Sie fasste Mut, sprach ihn an und belegte einen Kurs in seinem Malhäusle. Von Tag zu Tag wurde die Anfängerin sicherer, gewann an Routine und Selbstbewusstsein, nahm dankbar jeden Tipp an und war eine gelehrige Schülerin. Sie entdeckte ihre Liebe zur Ölfarbe, „denn damit kann man sehr feine Nuancen malen“. Andererseits liebt sie aber auch das pastose Material Acryl und hat Spaß an der Arbeit mit dem Spachtel. Nur an Aquarell traut sie sich noch nicht ganz heran. Ihre Sujets sind stets gegenständlich, denn Lydia Pfeiffer will „selbst sehen, was ich male und es mir nicht nur vorstellen“. Ihre bevorzugten Themen stammen aus der Natur, deren Stimmungen die Romantikerin mit der richtigen Technik und dem richtigen Werkzeug sehr ausdrucksvoll wiederzugeben vermag. Der Erfolg blieb nicht aus. Lydia Pfeiffer hat mittlerweile an zahlreichen Ausstellungen mitgewirkt. Vom 14. Mai bis zum 15. November ist ihre neueste Ausstellung unter dem Titel „Unendlichkeit der Farben“ im Weingartner Rathaus zu sehen. Die Vernissage im Turmzimmer beginnt um 19 Uhr.

Bericht: Gemeinde Weingarten, TBR
Bild: Archiv, MeinOrt