40. Ausgabe der Weingartner Musiktage mit Sonderkonzert gestartet

Bericht der Gemeinde Weingarten:
Stipendiaten des Badischen Konservatoriums – 40 Jahre Weingartner Musiktage Junger Künstler

1.  Sonderkonzert

Das 40. Jahr ihres Bestehens feiern die Weingartner Musiktage Junger Künstler mit vier Sonderkonzerten und präsentierten mit dem ersten ein Novum: eine Kooperation mit dem Badischen Konservatorium in Karlsruhe. Zwölf junge Menschen aus der Hochbegabtenförderung, teils noch Kinder und maximal in den Zwanzigern, überzeugten mit ihren Leistungen und verzauberten die rund 100 Gäste mit einem kurzweiligen und interessanten Konzert. Drei Auftritte waren Klavier solo. Der elfjährige Seungjun Kim brillierte mit dem Allegro con brio aus der Sonate D-Dur von Joseph Haydn und danach mit dem wesentlich melodiöseren und eingängigeren Capriccio über die Romanze „Die Nachtigall“ von Alexandre Dubuque. Ohne Notenblatt trug er vor und Engagement und Konzentration arbeiteten in seinem Kindergesicht. Sein noch etwas jüngerer Kollege Julius Dehnen spielte zwei Argentinische Tänze von Alberto Ginastera. „Die Stücke sind zwar etwas kürzer als die beiden ersten, aber große Emotionen in diesem zackigen Rhythmus zum Ausdruck zu bringen, ist sehr schwer“, erklärte Thomas Jehle, Vorstand der Musiktage. Dazwischen war Sorelle Scheyhing mit Fuge und Allegro aus dem Präludium von Johann Sebastian Bach an der Konzertgitarre zu hören. Musik, die die Zuhörer sonst von einer Orgel oder einem großen Orchester gewohnt sind, entstand jetzt überaus bewegend aus gezupften Saiten. Im Teenageralter war das Quartett von Mai Johannsen und Charlotte Mac-Carty an der Oboe, Julian Siebert am Violoncello und Knut Hartwig am Cembalo, das eine Händelsonate in vier Sätzen vortrug. Alle Vortragenden dieses Abends sind Preisträger verschiedener Wettbewerbe, unter anderem Bundespreisträger von „Jugend musiziert“. „Wer sich auf dieser Ebene bewegt, muss mehrere Stunden am Tag üben“, erklärte Thomas Jehle, Vorstand der Weingartner Musiktage. Es gehöre zur Ausbildung am Konservatorium, mindestens dreimal im Jahr ein Konzert vor Publikum zu geben. Nach der Pause waren etwas ältere Jugendliche zu hören. Entfesselte Naturgewalten brachen aus dem Spiel der Pianistin Lea Polonyi mit einer Ballade in h-moll von Franz Liszt und Esther Proppe begeisterte danach an der Altflöte mit der Fantasie „Walpurgis“ von Friedmund Göttsche-Niessner. Ein weiteres Mal war mit Johann Mantel eine Sologitarre zu hören. Sehr feinfühlig und ausdrucksstark brachte er zwei Sätze aus einer Suite von Manuel Maria Ponce zum Klingen. Einen großartigen Abschluss bildeten zwei junge Männer, Sven Strasser am Saxophon und Markus Nick am Flügel, mit einer Sonate von Paul Creston: lautstark, emotional und mitreißend.

Bericht: Gemeine Weingarten
Foto: Symbolbild, Pixabay